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Leserdebatte

Saudi-Arabien:
Geschäfte mit Unrechtsstaat

«Khashoggi mit Vorsatz getötet», Ausgabe vom 18. Oktober

Mit ziemlicher Sicherheit ist der Regimekritiker Jamal Khashoggi von saudischen Schergen im Auftrag des saudischen Kronprinzen auf brutale Weise ermordet worden. Für die Schweiz, die mit den Saudis starke Beziehungen pflegt, stellt sich die Frage, ob sie den Mut aufbringt, dieses schauderhafte Verbrechen zu verurteilen und sich von den Saudis zu distanzieren: Soll der Besuch des Bundespräsidenten 2019 in Saudi-Arabien abgesagt werden? Soll die Schweiz gegen die Verantwortlichen Einreisesperren verhängen? Wäre es nicht an der Zeit, die Lieferungen von Kriegsmaterial nach Saudi-Arabien zu stoppen? Wie geht die Schweiz mit den 200 Milliarden Franken um, die unter dem Verdacht der Geldwäscherei stehen und nicht versteuert werden? Bei der Beantwortung dieser Fragen könnte uns das Vorbild des kürzlich geehrten Erzbischofs Oscar Romero dienen. Dieser scheute sich nicht, für die Rechte und die Freiheiten der Armen und Entrechteten einzustehen und wurde deshalb von den Mächtigen in San Salvador auf gemeine Weise ermordet.

Ich hoffe, dass die Schweizer Regierung ihr Schweigen zum Mord in Istanbul bricht und entsprechend den Werten des Nationalratspräsidenten Dominique de Buman darauf beharrt, dass die ganze Wahrheit auf den Tisch kommt. Und dass sie gestützt darauf den Mut findet, entsprechend zu handeln.

Adolf Fuchs, Luzern


Wer sich über die staatlich verordnete Ermordung eines saudischen Regimekritikers wundert, der ist entweder ein Heuchler oder ein Ignorant. Saudi-Arabien wird zwar seit Jahren von den westlichen Demokratien hofiert und mit Waffen beliefert, was jedoch nichts daran ändert, dass es unter die Top 5 der weltweiten Unrechtsstaaten gehört. Saudi-Arabien ist der grösste Geldgeber des islamischen Terrorismus, führt in Jemen einen grausamen Stellvertreter-Krieg und hat für die internationalen Menschenrechte höchstens ein müdes Lächeln übrig. Der Umgang mit Saudi-Arabien ist die Spitze der westlichen Doppelmoral. Realpolitik in allen Ehren, aber wer mit solchen Schurkenstaaten so enge Beziehungen unterhält, der hat für jegliche Legitimation für eine glaubwürdige Menschenrechtspolitik verloren.

Pascal Merz, Sursee

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