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Gibt es eine Zukunft für das Gebäude auf der Herdschwand?

«Emmen: Heizung bewusst abgestellt?», Ausgabe vom 1. Februar

Am vergangenen Samstagnachmittag öffnete das Herdschwand Betagtenzentrum (HBZ) seine Türen. Das Interesse der Bevölkerung am baulichen Zustand des inzwischen 42-jährigen Gebäudes war nicht gerade überwältigend. Auf dem Rundgang, geführt vom ehemaligen Leiter Technischer Dienst des HBZ, konnten sich Interessierte ein Bild von zahlreichen gravierenden Schäden machen. Interessanterweise hat sich der Sprecher des Komitees «Herdschwand erhalten – zum Nutzen aller», Rolf Stähli, kaum dafür interessiert.

Sein Komitee hat im Vorfeld sieben Vorschläge für die weitere Nutzung der Gebäude veröffentlicht: nämlich als Gemeindeverwaltungsgebäude, Studentenwohnungen, bezahlbare Alterswohnungen, Schulgebäude, Sitzungsgebäude, Kongressgebäude und Asylheim. Diese Vorschläge sind meiner Meinung nach alle realitätsfremd und beruhen auf einer blauäugigen Einschätzung. Das HBZ bedarf bei einer weiteren Nutzung einer umfassenden Sanierung. Die Kosten dafür werden erheblich sein. Fakten: Die Gemeinde Emmen ist hoch verschuldet, hat im Moment kein Budget, und eine Steuererhöhung wird zwingend notwendig werden. Sie kann sich deshalb nicht auf Abenteuer einlassen und ein sanierungsbedürftiges Gebäude weiter unterhalten. Warum kann das Komitee keinen Investor präsentieren, welcher bereit ist, für eine der vorgenannten Ideen Millionen in die Hand zu nehmen? Dass das Komitee dem Gemeinderat nun vorwirft, die Gebäude bewusst verlottern zu lassen, und eine Anzeige wegen Verletzung der Sorgfaltspflicht prüft, entspricht nicht den Tatsachen und ist eine Frechheit. Ich bin überzeugt, dass die Stimmbürgerinnen und -bürger am 4. März den gesunden Menschenverstand walten lassen und sich nicht auf «ein finanzielles Abenteuer – zum Schaden aller» einlassen werden.

Hansruedi Salzmann, pensionierter Heimleiter Herdschwand BZ, Emmenbrücke


Der Emmer Gemeinderat und ein Grossteil des Einwohnerrats erklären das gut vierzigjährige Alterszentrum Herdschwand für abbruchreif. Ja, wenn diese Polit-Bauexperten recht hätten – dann müsste halb Emmen wohl abbruchreif sein! Warum denn diese Abbruch-Eselei? Mit dem Verkauf dieses letzten gemeindeeigenen Grundstücks (an die Marazzi AG!) soll Kasse gemacht werden. 150 neue Wohnungen sind geplant! Wohnungen, die Emmen längstens nicht mehr gebrauchen kann, weil Bauboom, Leerwohnungsbestand und vor allem grosse Infrastrukturkosten bald einen höheren Steuerfuss nach sich ziehen werden. Alle gemeindeeigenen Grundstücke und Liegenschaften, die Emmen bisher verkauft hat, dienten lediglich dazu, Budgetlöcher zu stopfen! Überhaupt wäre die Frage interessant, warum wohl das neue Alterszentrum Emmenfeld nicht auf der Herdschwand gebaut wurde statt am heutigen Standort unterhalb der Flugpiste. Und Alternativnutzungen sind offenbar kein Thema. Öffentlicher Grund ist rar geworden! Ohne eigene Grundstücke werden wir eines Tages für den dannzumal benötigten Bedarf das Land teuer erkaufen müssen! Ein Verkauf von öffentlichem Grund und Boden muss als Raub am Erbe unserer Nachkommen bezeichnet werden! Deshalb ein Nein am 4. März für den Abbruchkredit und für die Zonenplanänderung!

Mac Wijnands, Forum Emmen, Emmenbrücke


Nicht die fehlende Heizwärme lässt uns frieren – nein, die undifferenzierte und damit auch einseitige Berichterstattung zur Kaltstellung der Liegenschaft Herdschwand. Immobilienfachleute und geschulte Mitarbeitende sind zum Schluss gekommen, dass die Gemeinde in der Herdschwand keine Gelder mehr verheizen soll. Weshalb? Es gilt zu beachten, dass das Volk entschieden hat, dass das Betagtenzentrum ins Emmenfeld verschoben wird und das Herdschwand veräussert wird. In einem weiteren Schritt hat wiederum das Volk dem Verkauf der Liegenschaft zugestimmt. Im letzten Jahr hat der Einwohnerrat dem Abriss und dem Bebauungsplan grünes Licht gegeben. Es ist also richtig, wenn hier nicht mehr weitere Steuergelder verheizt werden. Tatsache ist zudem, dass die Räumlichkeiten in der Herdschwand nicht mehr zweckmässig genutzt werden können. Auch mit noch so visionären Ideen kann eine Zwischennutzung nicht rentabel gestaltet werden. Am 4. März kann jeder Emmer Bürger sich frei von allen Ängsten an der Urne äussern. Ich empfehle zweimal Ja. Dies entspricht dem Prozess, der seit Jahren angestrebt wurde und nun vollendet werden sollte. Die Forderung nach Heizen ist reiner Schall und Rauch.

Martin Birrer, Einwohnerrat FDP, Emmen

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