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Gibt es Frieden in Korea?

«Atomwaffen: Nordkorea stellt Verzicht in Aussicht», Ausgabe vom 30. April
Pascal Merz, Sursee

Ich habe nichts gegen ein friedlich vereintes Korea einzuwenden, im Gegenteil. Eine nukleare Abrüstung Nordkoreas ist ebenfalls zu begrüssen. Doch das eine sind Versprechungen und das andere konkreten Taten. Ich bezweifle, dass Kim Jong-un seine Lebensversicherung so einfach aufgeben wird. Gerade die Erfahrungen mit seinen nordkoreanischen Vorgängern bieten Anlass für Skepsis. Vielleicht aber hat der junge Kim Jong Un tatsächlich festgestellt, dass Nordkoreas System überholt und wenig zukunftsfähig ist. Menschen lassen sich für eine gewisse Zeit gewaltsam unterdrücken, doch irgendwann ist noch jedes unmenschliche Terrorregime an seine Grenzen gelangt. Die Hoffnung auf ein friedliches Korea stirbt zuletzt, aber ich denke nicht, dass Nordkorea dafür auf die Atomwaffe verzichten wird.

Pascal Merz, Sursee

Ich besuchte Südkorea 2014 und buchte einen Ausflug an die Grenzen zwischen den beiden Ländern. Die Reiseleiterin, eine Südkoreanerin, hat Verwandte auf der anderen Seite. Sie möchte diese gerne einmal treffen. Wir wurden zuerst mit einem normalen Reisebus, dann mit einem Militärbus zum Grenzpunkt, Imjingak, gebracht. An der Grenze gab es mehrere Stände mit Millionen farbigen Papierstreifen, Ausdruck der Sehnsucht der Koreaner nach Frieden. Eine Loko­motive voller Löcher und Rost stand neben dem neuen und nicht verwendeten Bahnhof Dorasan. Diese Lokomotive repräsentiert genau die Beziehung der beiden Koreas zueinander. Ich fragte die Reiseleiterin, ob sie wünsche, dass die beiden Länder wieder zusammenkommen wie Deutschland. Sie sagte, sie glaube nicht daran, aber hoffe es. Kim Jong-un hat seine schulische Ausbildung in der Schweiz absolviert. Er hat hier viel gelernt, auch, wie ein friedliches Leben sein kann. Er ist auch ein guter Stratege. Er weiss, er kann nicht aus der Position des Schwächeren den Frieden suchen, sondern muss ein gleichberechtigter und starker Partner sein. So rüstete er auf, bis er wusste, er ist jetzt stark genug, um die Hand auszustrecken und Frieden mit Südkorea zu schliessen. Ich denke, es wird sicher Frieden geben, wenn die Amerikaner und die Chinesen dies zulassen, lassen wir uns überraschen.

Ahmed M. El Ashker, Grosswangen

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