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Glücksgefühl beim Anblick eines Gnagis ­

Zur Kolumne «Fastenzeit», Ausgabe vom 24. März
Rodolfo Mengotti,

Man meint, in himmlische Sphären entrückt zu werden bei der Lektüre dieser Kolumne, die den Verzicht auf Speise hochjubelt, «im Wissen, dass die letzte Sehnsucht nur von Gott gestillt werden kann», so der Autor. Das tönt mystisch, und in unserer Gegend hätte es nur gerade Bruder Klaus im Ranft verstanden, der als Mystiker eine so innige Beziehung zu Gott aufbaute, dass wir Nichtmystiker sie nicht einmal zu erahnen vermögen. In dieser Sache können wir auf rationaler Basis nur zur Erkenntnis kommen, dass die erwähnte letzte Sehnsucht nach Gott sich durch andere Kanäle bahnt als durch Magen und Dickdarm.

Nichts gegen das Fasten aus gesundheitlichen Gründen. Fasten aus religiösen Motiven jedoch macht einen nur hässig und missmutig. Welch ein Glücksgefühl ergreift einen anderseits etwa bei irdischen Gaumenfreuden, beim Anblick eines Gnagis oder einer Kalbshaxe, die auf dem Tisch auf einen wartet und das Herz höherschlagen lässt. Warum also in die Ferne schweifen, wenn das Glück so nahe liegt? Der Himmel kann warten.

Rodolfo Mengotti,

Luzern

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