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Haldenstrasse ist mit Kindern kaum zu bewältigen

«Neuer Anlauf für Velos am Quai», Ausgabe vom 28. September

Die Debatte um eine Velospur am Quai lässt die Emotionen verständlicherweise hochgehen und eignet sich hervorragend als Schlachtfeld im Kampf um die städtische Verkehrs-politik, die sich entlang der bekannten politischen Gräben abspielt.

Als in der Stadt wohnhafter Familienvater, hier als Fussgänger, Velo- und gelegentlich auch Autofahrer unterwegs, wünsche ich mir für mich und meine Kinder eine lebenswerte, schöne Stadt, in der wir (und mehr und mehr auch die Kinder alleine) sicher und einigermassen unkompliziert vorankommen. Dabei versuchen wir, uns, wann immer möglich, unmotorisiert fortzubewegen. Ich bilde mir ein, auf diese Weise sowohl mir/uns, als auch der Allgemeinheit einen kleinen Dienst zu erweisen.

Doch ein Besuch im Verkehrshaus oder im Sommer im Lido ist für uns per Velo schwerlich möglich, da der Schweizerhofquai und vor allem auch die Haldenstrasse mit Kindern kaum zu bewältigen sind. Auch als Erwachsener fühle ich mich auf diesem Abschnitt immer wieder etwas mulmig. Schon länger fragte ich mich deshalb, ob nicht der Quai für Velofahrer zu öffnen wäre. Ich bin der festen Überzeugung, dass ein Nebeneinander von Fussgängern und Velofahrern möglich und sinnvoll ist.

Die Vorbehalte der Gegner gilt es natürlich ernst zu nehmen. Fussgänger und vor allem ältere oder gehbehinderte Personen sind als schwächste Verkehrsteilnehmer auf die Rücksichtnahme durch Velofahrer angewiesen. Gleichzeitig macht es aber Sinn, das Thema Verkehrssicherheit sachlich anzugehen und die Relationen zu wahren: Wie viele Verkehrsunfälle mit Schwerverletzten oder gar Todesopfern gab es in den letzten fünf Jahren in Luzern und wie oft wurden dabei Fussgänger Opfer von sogenannten Velorowdys?

Ich vertraue den zuständigen Stellen, dass sie in der Lage sind, auch am Quai eine allseits verträgliche Lösung zu finden. Platz ist vorhanden und mit kleinen baulichen Massnahmen lässt sich sicherstellen, dass sich der Quai nicht für Schnellfahrer («Veloraser»?) eignet.

Von sicher ausgebauten Radverbindungen profitieren durch die Verlagerung vom motorisierten auf den Veloverkehr letztlich alle.

Rafael Woll, Luzern

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