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Leserbrief

Halt beim Bildungsabbau ist angezeigt

Zum Artikel «Lautgetreues Schreiben wird zeitlich eingeschränkt», Ausgabe vom 9. Oktober

Auch an den Nidwaldner Volksschulen wird seit Jahren das sogenannte Lautgetreue Schreiben angewendet. Heisst, Kinder schreiben das, was sie hören. Den Lehrkräften wurde eingeredet, Kinder könnten in Spontanität und Selbstwertgefühl beeinträchtigt werden, schaue man von Anfang an auf die Rechtschreibung. Das sieht dann etwa so aus: «Mein hobi ist reiten. Ich reite auf ponis weil si nicht so gros sind. Der ponistal ist ganz in der näe wo wir wonen. Megakul ich mus nur aufs welo sizen und dafonfaren. Di eltern zalen di reitschtunde.»

Es gehört also zum Programm, dass Kinder über lange Zeit hinweg etliche Schreibfehler einüben und kaum in Kontakt mit der deutschen Grammatik kommen. Das hat seine Wirkung, auf Jahre hinaus. So erhielt bestimmt nicht nur der Nidwaldner Regierungsrat von Berufsbildnern die Rückmeldung, die Deutschkenntnisse der Schulabgänger seien unzureichend. Seine Antwort darauf war, Lautgetreues Schreiben nur noch in der ersten Primarklasse zu erlauben. Hiesige Schulreformer können beileibe nicht behaupten, sie hätten von den schädigenden Folgen, auch von Schreiben durch Hören, nicht gewusst. In einem deutschen Bundesland wurde es kurzum verboten. In Schweden, wo es mit anderen niveausenkenden Bildungsreformen schon lange angewendet wird, müssen die Universitäten Schwedischunterricht anbieten! Ein Halt im Bildungsabbau ist, wie das Beispiel Nidwalden zeigt, jederzeit möglich. Jedes Kind hat nur eine Schulzeit zur Verfügung. Wenn der Schuljugend vorhandenes Wissen vorenthalten wird, beraubt man sie um unersetzliche Lebenszeit!

Claudia Meier-Preuschoff, Oberkirch

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