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Hat der Gemeinderat die Bevölkerung wirklich einbezogen?

«Vitznau: Sattes Nein zum neuen Zonenplan», Ausgabe vom 27. November
Thérèse Künzli, Uitikon Waldegg und Vitznau

Die stimmberechtigten Vitznauer und Vitznauerinnen lehnten die Ortsplanung 2017 an der Urne mit 59 Prozent Nein-Stimmen wuchtig ab (Stimmbeteiligung 53 Prozent). Und dies, obwohl der Gemeinderat überzeugt war, den Stimmberechtigten dank so genanntem Einbezug der Bevölkerung eine ausgewogene Planung vorgelegt zu haben!

Hat er die Bevölkerung wirklich einbezogen? Das Abstimmungsresultat spricht Bände! Die Konsensfindung, der wiederholte, individuelle Dialog zu den nach wie vor mehr als 30 Einsprechenden, war dem Gemeinderat offensichtlich zu langwierig, obwohl bis zum vom Kanton vorgegebenen Umsetzungstermin von 2023 ja noch genügend Zeit gewesen wäre!

Genauso wie der Gemeinderat die noch pendenten und für die Betroffenen wichtigen Einsprachen der Zonenplanung mittels Abstimmung einfach pauschal ablehnen wollte, ignoriert die Vitznauer Exekutive bis heute, dass die IG «Jugendmusik Ja – Seerose Nein» mit bereits 240 Vitznauer Mitgliedern eine pointiert andere Meinung vertritt als der Gemeinderat. Dieser propagiert immer noch öffentlich die private 450 Tonnen schwere Stahlplattform als kurzfristige Bereicherung des touristischen Angebotes von Vitznau, statt sich mit grösstem Respekt dem nachhaltigen Schutz der unberührten Uferzonen zu Gunsten der nachkommenden Generationen einzusetzen, wie das nun die IG tut. Und seit der abgelaufenen Frist der Standortbewilligung in Flüelen wissen wir, dass man die Seerose nicht mehr los wird, wenn sie einmal verankert ist.

Das Vertrauen der Vitznauer Bevölkerung in den Gemeinderat, den man in gutem Glauben gewählt hat, ist stark angeschlagen. Es wird nicht überall mit den gleich langen Ellen gemessen.

Obwohl alle in der Gemeinde Vitznau gleich sein sollten, sind einige «gleicher». Dem Gemeinderat und seinen «Beratern» sollte es für die Zukunft eine Erkenntnis sein: Ohne Dialog, ohne die Betroffenen frühzeitig ins Boot zu holen, und ohne faire, wirklich ausgewogene Lösungsvorschläge geht gar nichts!

Noch ist Zeit, umzudenken!

Thérèse Künzli, Uitikon Waldegg und Vitznau

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