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Hat Herr Engelhorn Luzern einen Bärendienst erwiesen?

«Private wollen die ‹Salle› retten», Ausgabe vom 16. Juli

Die Herren Reichmuth und Schumacher scheinen die Realität total zu verkennen. Angenommen, die notwendigen 35 Millionen Franken Spendengelder könnten privat aufgetrieben wer­- den, blieben noch weitere ausstehende 80 Millionen für Stadt und Kanton Luzern. Auch die jährlich mit 31 Millionen Franken budgetierten Betriebskosten sind kein Pappenstiel. «Nichts tun bedeute Rückschritt», heisst es. Doch die Finanzlage von Stadt und Kanton Luzern scheint für die beiden Herren kein Thema zu sein. Herr Engelhorn hat uns mit der Idee der Salle Modulable einen Bärendienst erwiesen. Wie stellt man sich vor, 1200 Plätze besser füllen zu können als das Stadttheater, dessen Selbstfinanzierungsgrad bei rund 25 Prozent liegt? Wir brauchen und wollen keine Salle Modulable. Wir wollen unser Inseli erhalten und eher bescheidene Vorschläge hören, wie unser Stadttheater aufgewertet werden könnte.

Heinz Koch, Luzern

Das Inseli, schon diese Bezeichnung ist Liebe, Poesie und Zuneigung. Das Inseli ist Luzern, gehört zu Luzern, ist Ruhe, der Ort für grosse Schwüre, Kinderstimmen, Sonnenbrand, fast nirgends ist Luzern so schön wie auf dem Inseli. Wir waren am Sonntag auf diesem Fleckchen Paradies – mit vielen anderen Menschen. Die einen lagen im Gras, die anderen hielten sich lieb, manch einer biss in sein Sandwich, und wir genossen den Augenblick.

Es kocht in mir, wenn ein Projekt so vehement auf Ablehnung stösst, ausser bei den Lobbyisten der Baubranche, die noch zu allem Übel mit falschen Zahlen und getürkten Bildern operieren. Ich frage mich: Wo sind die gewählten Volksvertreter, die ein Mandat der Luzerner Bevölkerung erhalten haben? Sind sie zu feige, um aufzustehen und klar Stellung zu beziehen? Wenn eine Spende mit solchen Bedingungen verbunden ist, muss eine Stadt vom Format Luzerns nicht kuschen.

Dass mittlerweile die Projektbefürworter der Inseli-Variante die Freunde des Inseli in die Ecke der Verhinderer drängen wollen, passt ins Bild. An einem anderen Standort wären diese Millionen sicher sehr willkommen. Die Lösung Kasernenplatz lässt freundlich grüssen. Es gäbe noch manch anderen Standort. Woher diese Sturheit? Wenn ein Thema so polarisiert, sollte man anfangen, Lösungen zu suchen und nicht Standpunkte verteidigen.

Herr Reichmuth, wir sind nicht Salzburg. Salzburg hat rund 150 000 Einwohner. Es ist eine fantastische Barock- und Musikstadt mit grossartigem musikalischem Hintergrund, zum Beispiel ist es die Heimatstadt von Wolfgang Amadeus Mozart. Wir sind Luzern, mit rund 80 000 Einwohnern, und mit keiner anderen Stadt im Wettstreit. Liebe Luzerner, liebe Touristen, liebe Verliebte, liebe Nachtbuben, liebe Studierende, liebe Ruhesuchende, liebe Mütter und Väter, liebe Weiterblickende, liebe Menschen, kämpft für unser Inseli. Für uns, und für die kommenden Generationen, sie werden es uns danken.

Michael Lange, Stansstad

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