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Leserbrief

Hausbesetzer: Die junge Generation ist sanfter geworden

«Musegg: Besetzer und Stadt einigen sich», Ausgabe vom 8. Mai

Der von der Stadtluzerner Regierung priorisierte Weg im Umgang mit Hausbesetzenden ist mutig und begrüssenswert. Kriminalisierung und Dauerrepression, wie von politischen Hardlinern permanent gefordert – beides endet erfahrungsgemäss auf Dauer in der Sackgasse. Das Nichtanbieten von förderlichen Lösungsansätzen ist keine zielführende Option. Nun setzt man vernünftigerweise auf Dialog und Konsensfindung.

Damit ein gefordertes Begegnungszentrum in der Stadt Luzern realisiert werden kann, sind alle Beteiligten stark gefordert. Kompromissbereitschaft und die Einhaltung von klaren Spielregeln gehören dabei zu den wichtigsten Faktoren. Ohne diese Voraussetzungen ist ein Scheitern programmiert.

Seit einiger Zeit ist feststellbar, dass sich die Kultur der Besetzer gewandelt hat. Die Mehrheit der jungen Generation kann als sanfter bezeichnet werden als die radikale und antikapitalistische Szene in den achtziger Jahren. Die Forderung nach Freiräumen von vielen Jugendlichen ist nicht neu – Tendenz an vielen Orten zunehmend. Ziel ist, sich mit Gleichgesinnten zu treffen, kulturelle, künstlerische, musikalische und andern Projekte zu realisieren, zu experimentieren und diskutieren auf verschiedenen Ebenen. Dies ohne Konsumzwang und «allzu statische Strukturen», aber mit klaren Abmachungen. In einem immer hektischer werdenden und von grossem Leistungsdruck geprägten Alltag sind solche Anliegen von jungen Leuten verständlich und nachvollziehbar. Baudirektorin Manuela Jost (GLP) wünsche ich den nötigen Durchhaltewillen sei es mit den Ratskolleginnen und -kollegen sowie im Umgang mit den freiraumfordernden Jugendlichen.

Willy Schaffner, Gurtnellen, ehemals Polizist und verdeckter Ermittler während der Zürcher Unruhen in den achtziger Jahren

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