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«Heiliges Wasser» in Erstfeld

«AG fordert Gleichbehandlung» Ausgabe vom 3. März
Georg Simmen, Fdp-Landrat, Realp

Als an der letzten Session des Landrats das Projekt Wasserkraftwerk Alpbach zur Sprache kam, habe ich gesagt, dass es sehr schade sei, dass das ursprüngliche Projekt, wo der Alpbach weiter oben gefasst wird, nicht weiterverfolgt wird. Aber in Anbetracht der Tatsache, dass die Bürger von Erstfeld ihre Quellen im «Schopfen» nicht gefährden wollen, müsse man halt das tun, was politisch möglich sei, nämlich ein abgespecktes Projekt ausarbeiten und ausführen, welches den absoluten Schutz dieser Quellen gewährleistet.

Sehr erstaunt musste ich nun zur Kenntnis nehmen, dass es nun ein Projekt der Kraftwerk Alpbach AG gibt, bei dem gewisse Kraftwerksanlagen präzise in der Schutzzone dieser Quellen zu stehen kommen sollen. Die offiziellen Vertreter der Kraftwerk Alpbach AG sind grossmehrheitlich Einwohner von Erstfeld und haben sich zusammen mit dem Aktionskomitee «Unser Wasser, unser Leben» starkgemacht für die Initiative «Zum Schutz unserer Trinkwasserquellen», welche die Quellen im «Schopfen» unter absoluten Schutz gestellt hat. Unter diesen Voraussetzungen muss ich mir als Landrat echt überlegen, an der nächsten Session einen Vorstoss einzureichen mit der Stossrichtung, das ursprüngliche Alpbach-Projekt wieder auf den Tisch zu bringen. Offenbar sind nun diese Quellen im «Schopfen» den Erstfeldern doch nicht so heilig!

Ich tue das nur aus einem Grund nicht: Es gibt bereits ein Vorprojekt, das eine Nutzung des Alpbachs vorsieht, ohne dass irgendwelche Quellen tangiert werden, das über eine KEV-Zusage verfügt und innert nützlicher Frist umsetzbar wäre. Wenn nun nicht dieses redimensionierte Projekt bis Ende Jahr über eine Konzession und eine Baubewilligung verfügt, ist die KEV-Zusage unwiederbringlich verloren, und im Alpbach wird es in dieser Generation kein Wasserkraftwerk mehr geben. Aus diesem Grund ist es für mich als Landrat prioritär, dass dieses Kraftwerkprojekt weiterverfolgt wird und der Kanton in Partnerschaft mit dem EWA, den Gemeindewerken Erstfeld sowie der Korporation Uri dieses zum Erfolg bringt. Damit bleiben die Quellen in Erstfeld unberührt, und es gibt trotzdem eine wirtschaftlich vernünftige Nutzung dieses Gewässers im Erstfeldertal.

Georg Simmen, FDP-Landrat, Realp

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