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Herdschwand: Und die langfristigen Folgen?

«Überzeugende Alternative fehlt», Ausgabe vom 19. Februar
Sandra Knobel, Emmenbrücke

Leider hat es der Gemeinderat von Emmen versäumt, rechtzeitig nach tragfähigen Alternativen zum Verkauf und Abriss des alten Betagtenzentrums Herdschwand zu suchen. Schon lange vor der Vermietung an das BZ-Unterlöchli waren die Pläne für den Verkauf und Abriss Herdschwand geschmiedet. Hätte man frühzeitig nach lukrativen Alternativen Ausschau gehalten, hätte man sie auch gefunden. Ich bin überzeugt, dass auf der Herdschwand praktisch alles machbar wäre, wenn man nur wollte. Die Einnahmen wären für die Gemeinde so nicht nur einmalig, wie beim Verkauf, sondern wiederkehrend – was der maroden Gemeindekasse gut tun würde. Damit verbliebe das wertvolle Land im Zentrum auch im Gemeindebesitz. Reissen wir darum das Steuer am 4. März 2018 herum und sagen zweimal Nein, nämlich zum Abrisskredit und zum Zonen- und Bebauungsplan Neuschwand.

Sandra Knobel, Emmenbrücke

Auf dem brachliegenden Ge­lände des ehemaligen Betagtenzentrums soll eine Wohnüberbauung entstehen. Dieses Baufeld liegt in bereits bebautem Gebiet, an zentraler Lage, gut erschlossen und dadurch bestens geeignet für qualitativ hochwertigen, attraktiven Wohnraum. Bereits im Jahr 2015 haben die Emmer dem Verkauf der Herdschwand zugestimmt. Lassen Sie es bitte nicht zu, dass durch das Referendum einzelne persönliche Interessen den Bebauungsplan sowie die notwendige Zonenplanänderung verhindern. Daher zweimal Ja zu einem innovativen Wohnbauprojekt auf der Parzelle des ehemaligen Betagtenzentrums.

Damit jedoch auf dieser Parzelle eine attraktive Überbauung an bester Lage entstehen kann, müssen als logische Konsequenz die bestehenden Gebäude rückgebaut werden. Eine Zwischennutzung dieser in die Jahre gekommenen Gebäude ist aus sicherheitstechnischen sowie aus öko­logischen Gründen für die Gemeinde nicht verantwortbar. Die für den Rückbau notwendigen 1,5 Millionen Franken werden von der Gemeinde Emmen vorfinanziert und anschliessend vom Investor rückvergütet. Darum auch ein klares Ja zur Vorfinanzierung des Rückbaus der äusserst maroden Gebäude.

Hans Schwegler, Fraktionschef SVP, Emmen

Für die kurzfristige finanzielle Lage der Gemeinde mag die Neuschwand zwar gut sein, der langfristige, positive Effekt ist zu bezweifeln. Der Emmer Immobilienmarkt ist gesättigt. 2017 standen 298 Wohnungen leer, davon waren 101 Neubauwohnungen. Die Rabatte auf Mietpreise in der Feldbreite zeigen, dass die gewünschte Klientel nicht angezogen wird. Die Neu­schwand setzt auf dieselbe Strategie wie die bisherigen Überbauungen in Emmen, welche – die sinkenden durchschnittlichen Steuereinnahmen zeigen es – nicht die gewünschte Wirkung erzielt hat. Das Marktsegment, in dem sich auch die Neuschwand befindet, ist gewinnträchtig für die Investoren. Für die Gemeinde resultieren aber Kosten, die mit den Steuereinnahmen nicht gedeckt werden.

Für die Grünen Emmen muss das Gebäude nicht er­halten werden. Jedoch sollen, bevor eine Überbauung gebaut wird, auch die langfristigen finanziellen Folgen abgeklärt werden. Die Neuschwand wird der Gemeinde Emmen langfristig maximal eine schwarze Null bringen, für die Grünen Emmen muss ein Projekt auf der Neu­schwand auch einen Mehrwert für die Gemeinde bringen.

Marco Huwiler, Einwohnerrat Grüne, Emmen

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