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Hoch lebe doch das Bünzlitum

Zu einem Vorfall kürzlich in Baar
Peter Frankenstein, Baar

Als gehbehinderter Senior, der ausser Hause durchwegs mit einem Rollstuhl anzutreffen ist, benütze ich für alle Besorgungen im Dorf stets ein Taxi, so auch vor einigen Tagen, als ich – zusammen mit meiner Partnerin – einen Arzttermin wahrnehmen musste. Nach Abschluss der Behandlung bestellten wir, wie üblich, ein Taxi und vereinbarten mit dem Chauffeur, dass er sein Fahrzeug in der Hofeinfahrt parkieren und uns in der Praxis abholen werde. Dieses Prozedere haben wir schon oftmals durchgespielt, es dauert jeweils höchstens 10 Minuten und war bis jetzt noch nie mit irgendwelchen Problemen oder Schwierigkeiten verbunden.

Unser Staunen war daher gross, als wir diesmal am Auto unseres Taxifahrers einen Bussenzettel über 20 Franken («Umtriebsentschädigung») vorfanden, ausgestellt von der zuständigen Hausverwaltung. Die sofortige Intervention durch meine Partnerin und den Taxifahrer blieb insofern erfolglos, als der Angestellte sich als relativ stur erwies; er war weder fähig noch willens, auf das Argument eines rollstuhlgebundenen Kunden einzugehen und wollte seinerseits dem Taxifahrer eine Lektion erteilen über erlaubtes bzw. unerlaubtes Parkieren in seinem «Herrschaftsbereich». Es trifft zu, dass der Taxifahrer sein Auto nicht auf einem «offiziellen» Parkplatz abstellte, sondern möglichst nahe beim Hauseingang; er tat dies, um mir als Rollstuhlfahrer das Leben möglichst etwas zu erleichtern. Unser Taxi stand jedoch niemandem im Wege; die Zufahrt in den Hof war problemlos möglich, desgleichen galt dies für Fussgänger. Völlig frustriert von einem dermassen kleinkarierten Verhalten, bei dem sture Prinzipienreiterei mehr zählt als ein Hauch Menschlichkeit, brachen wir die Diskussion ab und gingen nach Hause.

Abschliessend möchte ich noch betonen, dass es mir keineswegs um den Betrag von 20 Franken geht – ich habe die Rechnung bereits bezahlt –, sondern vielmehr um den eklatanten Mangel an geistiger Flexibilität und an humanem Benehmen.

Peter Frankenstein, Baar

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