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Hochhäuser taugen nicht zur Verdichtung

«Wir brauchen Hochhäuser», Ausgabe vom 25. April
Adrian Hürlimann, Zug

Jeder Architekt wird bestätigen, dass Hochhäuser kein Mittel zur Verdichtung sind. Mit dem vorgeschriebenen Umschwung sind sie auch nicht billig. Hat sich Kommentator Rainer Rickenbach mal nach den Mietpreisen im Park Tower erkundigt? Nicht alle Zuger sind pensionierte Bundesräte aus der Privatwirtschaft. Kein Patent­rezept. Wollen wir das trostlose Chaos chinesischer Neustädte? Verdichtung à la Zug ist das Feigenblatt der Spekulation. Selbst institutionelle Anleger sind auf den Geschmack des grossen Reibach gekommen (Heimat am Lauriedhofweg, AWZ an der Rosenbergstrasse). Wohnblöcke wachsen wie Pilze in Einfamilienhausquartieren.

Ökologie und Querfinan­zierung müssen als Rechtfer­tigung herhalten, wenn es um die Verdrängung einkommensschwacher Bevölkerungsgruppen geht. Tiefgaragen sind angesagt, damit sich die Autöli nicht erkälten. Zerstörung guter Bausubstanz kräftigt das Baugewerbe (siehe Bohlgutsch). Abreissen ist besser als umbauen. Das zeigt sich in der Gartenstadt, wo 13 Wohnblöcke der Fünfzigerjahre durch aktualisierte Klone auf ebenso aktualisierte Preise getrimmt werden sollen. Wenn sie wählen können, wollen die Leute eh in den Blockrandwohnungen des frühen 20. Jahrhunderts leben. Diese Art der Verdichtung hat eben funktioniert, ganz ohne Garagen, aber mit Küchengärten.

Adrian Hürlimann, Zug

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