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Hochwasser: Skepsis gegenüber dem Hofbach-Projekt

«Projekt für den Fall eines Jahrhunderthochwassers», Ausgabe vom 4. April
Josef Hofer, Sursee

In einen Interview in dieser Zeitung erhält Sylvia Durrer, Projektleiterin Hochwasserschutz, Gelegenheit, ausführlich das geplante Schutzprojekt gegen Einsprüche zu verteidigen. Als Mitglied einer sogenannten Begleitgruppe machte ich in der ersten Stunde schon Einwände gegen die vorgeschlagenen Pläne. Die drei Orientierungsversammlungen fanden nie am Hofbach oder an der Sure, sondern immer in einem Saal statt. Der Antrag, auch Vertreter der Presse einzuladen, wurde abgelehnt. Ich bezweifle sowohl die Zweckmässigkeit als auch die Verhältnismässigkeit des vorgeschlagenen Hochwasserschutzes. Es fehlt mir der Glaube, dass der Hofbach bei wolkenbruchartigem Regen schön brav in seinem kleinen Bachbett zu seinen zwei geplanten Rückhaltebecken fliessen wird. Der Hofbach wird sein eigenes «Rückhaltebecken» schaffen. Vorschläge, vorsorglich von der Quelle an Ableitungsmöglichkeiten zu schaffen, wurden abgelehnt. Dabei hätten so die Wassermassen weiträumig über das unverbaute Land verteilt werden und die zerstörerische Geschwindigkeit des Wassers gemindert werden können.

Das zweihundertjährige Stauwehr beim Ausfluss der Sure soll für 600000 Franken umgebaut werden. Es stehe nicht unter Denkmalschutz, heisst es. Ich stelle mir die Frage: Was würde denn geplant, wenn es unter Denkmalschutz stehen würde? Dieses Stauwehr bedeutet für einheimische Bürger Heimat und Anerkennung für die damaligen Bauleute. Die Behauptung, die Schliessung des Stauwehrs sei bei Hochwasser nicht schnell genug möglich, ist irreführend. Wolkenbruchartige Regenfälle werden heute von den Wetterstationen oft schon einen Tag vorher gemeldet. Wenn voraussehbar ist, dass ein Gewitter mit starken Regenfällen in unserer Gegend aktiv wird, kann man das Stauwehr vorsorglich schliessen, bevor überhaupt ein Tropfen Regen fällt.

Darf die Bevölkerung erfahren, wie viel die Versicherungen im Zusammenhang mit dem Hofbach in den letzten 50 Jahren für Hochwasserschäden bezahlen mussten?

Josef Hofer, Sursee

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