Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Höhere Unternehmenssteuern und die Folgen

Zur Abstimmung über die Initiative «Für höhere Unter­nehmenssteuern» im Kanton Luzern am 25. September»

Wir alle bezahlen die Steuererleichterungen bei Unternehmen: Schulen werden zwangsweise geschlossen, Polizisten können nicht eingestellt werden, die Betreuung von Menschen mit Behinderung wird reduziert, Hochwasserschutzprojekte können nicht umgesetzt werden.

Und nun schlägt die Luzerner Regierung auch noch vor, die Personensteuern zu erhöhen! Mit der massvollen Erhöhung der Unternehmenssteuern um 0,75 Prozent kommt der Kanton Luzern zu Mehreinnahmen von rund 40 Millionen Franken (das war der Verlust der Einnahmen nach der Reduktion der Steuern im Jahre 2012). Damit beteiligen sich in Zukunft auch die Firmen wieder fair an den Leistungen unseres Staates und helfen mit, das grosse Finanzloch zu stopfen. Deshalb sage ich Ja zu fairen Unternehmenssteuern.

Urban Sager, Präsident VPOD Luzern, Luzern

Die Befürworter der SP-Steuerinitiative reduzieren den Beitrag der Luzerner Betriebe an die Gesellschaft auf ihre Steuerbeiträge. Das ist ungerecht gegenüber der Leistung der Unternehmen. Denn eine solide und prosperierende Wirtschaft ist die erste Grundlage für einen hohen Lebensstandard, wie wir ihn heute in der Schweiz haben. Um diesen Standard zu erreichen, müssen Unternehmen fortlaufend investieren. Unter anderem in die Schaffung von Arbeitsplätzen und in die Ausbildung von Fachkräften.

Ein kürzlich von Lustat veröffentlichter Bericht zeigt auf, dass die Luzerner Betriebe sich überdurchschnittlich stark in der Berufsbildung engagieren. So kommen auf 100 Beschäftigte im Kanton Luzern 6,5 Lehrlinge. Im schweizerischen Durchschnitt sind es 5,1 Lehrlinge. Die Unternehmen profitieren von gut ausgebildeten Fachkräften, denn sie sind die Grundlage für einen funktionierenden Betrieb und den Geschäftserfolg.

Die Bevölkerung wiederum profitiert von einer Wirtschaft, die in Arbeitskräfte investiert und sie fördert. Dies zeigt die unterdurchschnittliche Arbeitslosenquote im Kanton Luzern.

Die Befürworter der SP-Steuerinitiative wollen aber einen Graben zwischen Bevölkerung und Unternehmen schlagen. Das ist definitiv der falsche Weg.

Peter Schilliger, Unternehmer, Nationalrat FDP, Udligenswil

Trotz tiefer Unternehmenssteuern gelang es dem Kanton nicht, genügend neue Firmen nach Luzern zu locken. Seither jagt ein Sparpaket das andere, trotz damals anders lautender Versprechungen der Regierung. Wie und wo diesmal gespart werden soll, darüber ist man ratlos. Der Lausanner Uni-Professor und Ökonom Marius Brülhart ist Mitautor der Studie zum NFA-Wirksamkeitsbericht 2012 bis 2015. Er rechnet vor, dass für Luzern jeder eingenommene Steuerfranken auf zusätzliche Firmengewinne beim NFA zu geschätzten Mindereinnahmen von 1.50 Franken führt. Also ganz klar ein Negativgeschäft, welches sich Luzern nicht mehr leisten kann! Laut dem Wirtschaftsmagazin «Cash» (2013) ist Luzern heute zudem ein Mekka für Briefkastenfirmen.

Die Gegner der Initiative argumentieren gerne mit Arbeitsplatzverlust. Doch Briefkastenfirmen generieren keinen einzigen Arbeitsplatz. Und die neu zugezogenen Firmen konnten den durch die Reduktion geringeren Steuerertrag bei weitem nicht aus­gleichen. Trotz höherer Wirtschaftsleistung stehen für die Bewältigung der kantonalen Aufgaben kaum mehr Mittel zur Verfügung als vor zehn Jahren.

Jacqueline Mennel Kaeslin, Kantonsrätin SP, Emmenbrücke

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.