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Hoffen sie, dass sich Staus selber auflösen?

«Idee der Tieferlegung flammt neu auf», Ausgabe vom 27. Dezember 2017

Was die zwei Landräte Andreas Gander und Hans Peter Zimmermann zur Diskussion bringen, ist in der Tat nicht neu. Die Verkehrslage in Stans ist ein täglicher Spiessrutenlauf für alle Beteiligten. Die Gründe dafür liegen allerdings nicht alleine im stetig zunehmenden Platzbedarf des Verkehrs. Hauptverantwortlich ist die Unfähigkeit von Zentralbahn, Gemeinde und Kanton, sich zusammenzusetzen und ihre Projekte zu koordinieren. Ein Paradebeispiel haben wir in Dallenwil erlebt, als kurz nach einem Totalumbau des Bahnhofs der Verkehrsknoten bei der Einfahrt in die Kantonsstrasse in einen Kreisverkehr umgewandelt wurde. Die nicht vorhandene Koordination zwischen den Beteiligten hat dazu geführt, dass der Bahnübergang noch heute eine Verkehrsbehinderung und ein Sicherheitsrisiko darstellt. Meine eigens eingebrachte Projektstudie mit einer Unterführung wurde damals von Kanton und Gemeinde als zu teuer und nicht sinnvoll abgetan.

Hätten Gemeinde, Kanton und Zentralbahn rechtzeitig zusammengearbeitet, wäre Dallenwil heute staufrei und sicher an die Kantonsstrasse angeschlossen. Wahrscheinlich haben die Postulanten Recht: Es wird nicht einfach, ein Tieferlegungsprojekt zu lancieren. Wäre dem so, hätte es in der Vergangenheit genügend Möglichkeiten dazu gegeben. Dies ist nicht alleine eine Geldfrage. Der fehlende Wille zur Zusammenarbeit der Beteiligten produziert Leerläufe.

Man wird den Eindruck nicht los, dass dies einzelnen auch ganz gelegen kommt: Der Kanton und gewisse Gemeinden haben in den letzten Jahren nicht wenig dafür getan, den Individualverkehr auszubremsen und einem diesen zum Verleiden zu machen. Vielleicht agiert man ja nach dem Prinzip Hoffnung: Wenn es dann dereinst die individuell fahrenden Verkehrsteilnehmer genügend zermürbt hat, lassen sie ihre Motorfahrzeuge zu Hause und die Staus lösen sich von selbst auf. Wir werden sehen.

Wäli Kammermann, Dallenwil

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