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Horw: Der Grämlis-Hof schafft Identität und darf nicht aufgeteilt werden

«Bauern wollen Hof als Ganzes erhalten», Ausgabe vom 18. März
Josef Imdorf, Horw

Seit Wochen höre ich vom Grämlis-Hof. Man fragt sich, wie es in einem Jahr, nach dem Auslaufen der jetzigen Pacht, weitergehen soll.

Der Grämlis-Hof gehört der Gemeinde Horw. Er war Bestandteil des ehemaligen Waisenhauses und damit wirtschaftliche Basis für eine soziale Aufgabe. In diesem Sinne sehe ich den Hof als ein lokalhistorisches Kulturgut und als Erbe, zu dem die Gemeinde Sorge tragen sollte. Der Trend zu immer grösseren Betrieben macht nicht überall Sinn. Es besteht ein Unterschied zwischen weiten, ebenen Flächen oder kleinräumigen, hügeligen Strukturen wie bei uns. Das erklärt die Meinung der Bauern der umliegenden Betriebe.

Den sich verändernden Essgewohnheiten wird sich die Landwirtschaft anpassen. Da sehe ich für die Zukunft auch wieder bessere Chancen für kleinere Höfe. Die Direktvermarktung landwirtschaftlicher Produkte steht erst am Anfang. Das Bedürfnis der Kunden, zu wissen, woher ihre Lebensmittel kommen, wächst. Was dafür noch fehlt, ist eine professionelle Vertriebsstruktur. Die Marke Ueli-Hof könnte dafür ein Beispiel sein. Die Horwer Halbinsel als Erholungsraum der Region Luzern würde sich für ähnlich innovative Projekte eignen.

Der Grämlis-Hof hatte bisher als Erlebnishof für Schüler und als offener Betrieb für Besucher eine Identität und eine wichtige Funktion für die Öffentlichkeit. Diese Werte gingen bei der Auflösung des Hofes verloren. Darum eine Bitte an die Gemeinde: Tragen wir Sorge zum Grämlis-Hof, zu seinem Gesicht und zu seiner intakten Betriebsstruktur.

Josef Imdorf, Horw

Ich bin Bauernsohn, mir liegt der Erhalt der Landschaft und der Landwirtschaft der Gemeinde Horw am Herzen. Der Entscheid der Behörde, den Hofbestand aufzuteilen, befremdet mich sehr. Ich weiss, dass der Erhalt der einheitlichen Liegenschaft vielen Bewohnern der Halbinsel und der ganzen Gemeinde Horw ein tiefes Anliegen ist.

Dieser Hof ist ein wichtiger Teil der Einheit des Naherholungsgebietes Halbinsel. Er ist Treffpunkt und Erholungsort für viele Familien, für Schulklassen und auch die Bewohner des Kirchfeldes. Die Vielfalt des Betriebes bietet einen Erlebnisort mit der Natur, der offenen Scheune mit den Tieren, der Umgebung mit den Kleintieren und den Obstbäumen.

Ich freue mich an der Haltung der Nachbarlandwirte. Sie stehen mit Überzeugung für den Erhalt der Liegenschaft als Einheit ein. Der Weiterbestand des Landwirtschafts­betriebes in eigener Pacht der Gemeinde, mit allen dazuge­hörenden landwirtschaftlichen Nutzflächen bietet einer jungen, dynamischen Bauern­familie eine gute Existenz. Der Pächter erhält keine direkte Unterstützung der Gemeinde. Die Nähe zu einer gros- sen Bevölkerungsansammlung ermöglicht einer aktiven Bauernfamilie gute Innovationsmöglichkeiten. An Be- werbern für diese Pacht wird es kaum mangeln. Ich emp­fehle den zuständigen Behörden, über die Bücher zu gehen.

Otto Erni, Horw

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