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Ich bin nicht bereit, dieses Spiel mitzuspielen

«Zu den Landammann- und Landesstatthalterwahlen im Kanton Uri vom 4. März»
Markus Zurfluh, Attinghausen Chef der Urner Fdp-Landratsfraktion

Normalerweise ist die Landammann- beziehungsweise Landesstatthalterwahl eine Formsache. Nach dem Anciennitätsprinzip stellen sich Barbara Bär als Frau Landammann und Urban Camenzind als Landesstatthalter zur Verfügung.

Die SVP Uri stellt nun mit ihrem Vorschlag, Roger Nager als Landammann zu wählen, dieses System in Frage. Barbara Bär soll ausgebootet, Urban Camenzind übersprungen und dafür Roger Nager vorgezogen werden. Dieses Vorgehen zielt natürlich voll auf die Person von Barbara Bär. Gleichzeitig will es die SVP aber mit der FDP nicht verspielen und schlägt daher Barbara Bärs Parteikollegen Roger Nager als Landammann vor.

Das ist das gute Recht der SVP Uri, muss sie doch als Oppositionspartei hin und wieder auch ihre Krallen zeigen. Ist es aber wirklich angebracht, deshalb das ganze Wahlprinzip über den Haufen zu werfen? Ich kann dieses Vorgehen nicht unterstützen. Seitens der anderen Parteien (nicht nur der SVP) wurden diverse Gründe genannt, die gegen eine Wahl von Barbara Bär sprechen würden. Als Kritik an der Arbeit von Barbara Bär lasse ich diese Gründe teilweise gelten, dies gehört für mich zum politischen Alltag. Als Gründe für eine Nichtwahl reichen sie meines Erachtens aber nicht aus.

Barbara Bär führt seit ihrer Wahl in den Urner Regierungsrat im Jahr 2012 die Gesundheits-, Sozial- und Umweltdirektion. Es dürfte unbestritten sein, dass mit dieser Direktion politisch schwerlich ein Blumentopf zu gewinnen ist. Diverse Themen wie die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB), das Asylwesen, das Gesundheitswesen oder der Rettungsdienst bieten viele Angriffsmöglichkeiten für politische Gegner. Diese haben davon auch reichlich Gebrauch gemacht. Dass Barbara Bär dabei nicht immer brillieren konnte, ist nicht von der Hand zu weisen. Allerdings ist für mich genau so klar, dass dabei sowohl politisch als auch medial jeweils kräftig nachgeholfen wurde.

Nun wird von diesen Kreisen gefordert, dass Barbara Bär nicht zur Frau Landammann gewählt werden soll. Ich habe Mühe damit, wenn mit einem politischen Gegner so umgegangen wird. Ich glaube, dass sowohl Barbara Bär als auch Urban Camenzind die Fähigkeiten haben, das Amt des Landammanns respektive des Landesstatthalters auszuüben. Ich werde sie beide mit meiner Stimme unterstützen.

Markus Zurfluh, Attinghausen Chef der Urner FDP-Landratsfraktion

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