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«Ich mache mir Sorgen um die Vereine»

«‹Gugg-Uri› ist in Altdorf nicht mehr erwünscht» Ausgabe vom 26. Oktober
Walter Schmid, Präsident der Vereinigung Gugg-Uri, Sarnen

Seit 1996 wird «Gugg-Uri» im Schnitt alle drei Jahre in Altdorf durchgeführt – ein Fest von und mit allen Urner Guggenmusiken. Die bisherigen sieben Austragungen haben jeweils Tausende von Schaulustigen nach Altdorf geführt – ein toller Anlass für die ganze Familie mitten im Zentrum von Uri. Auch das Altdorfer Gewerbe hat stark profitiert. Für viele Gastwirte war der «Gugg-Uri»-Samstag jeweils einer der umsatzstärksten Tage des Jahres. Zu guter Letzt wurde der Reinerlös am Schluss immer wohltätigen Organisationen im Kanton Uri gespendet. Über all die Jahre reden wir von einem sechsstelligen Spendenbetrag.

Jetzt soll damit in Altdorf Schluss sein. Die Gemeinde hat das bereits vor einem halben Jahr eingereichte Gesuch abgelehnt. Wegen neuer Auflagen könnten wir das «Gugg-Uri» nur noch mit derart starken Einschränkungen durchführen, dass wir wohl keinen Gewinn mehr machen könnten und somit die Organisationen Winterhilfe, Procap, Stiftung Papilio und Behindertensport Uri leider leer ausgehen würden. Und das kommt nicht in Frage.

Das kulturelle Angebot, das wir in den vergangenen Jahren in Altdorf erleben durften, war wirklich toll. Viele grössere Gemeinden in der Schweiz schauen da neidisch nach Altdorf. Aber die Gemeinde selber will das anscheinend gar nicht – leider ein Trend, der nicht nur Altdorf erfasst hat. In vielen Gemeinden im Kanton Uri werden vor allem den Jungen immer wieder Steine in den Weg gelegt, wenn sie etwas organisieren wollen. Durch destruktive Auflagen wird vieles vorzeitig abgeblockt. Die Gemeinden werden zu Schlafgemeinden, in denen nichts mehr läuft. Ist das wirklich der Wunsch der Bevölkerung? Ich glaube fest daran, dass wir für das «Gugg-Uri»-Fest eine andere Gemeinde finden werden, eine Gemeinde, in der wir auch willkommen sind.

Aber als Präsident der vereinigten Urner Guggenmusiken mache ich mir auch Sorgen um die einzelnen Vereine. Dabei meine ich alle Altdorfer Vereine, die etwas auf die Beine stellen wollen, vor allem jedoch unser Mitglied, die «Chyybääderli-Guggä», die ihr Fest nicht einfach in einer anderen Gemeinde durchführen kann, denn sie gehört zu Altdorf. Auch diese «Guggä» muss die neuen Auf­lagen erfüllen. Ich kann nicht glauben, dass die Urner das wirklich wollen. Deshalb er­hoffe ich mir, dass sich dieser Trend gegen das Dorfleben in Urner Gemeinden noch umkehren wird, bevor es zu spät ist. Wo auch immer «Gugg-Uri» 2017 stattfinden wird: Ich bin dabei und überzeugt, dass auch die achte Auflage ein grosser Erfolg für alle Beteiligten sein wird.

Walter Schmid, Präsident der Vereinigung Gugg-Uri, Sarnen

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