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Leserdebatte

Ideologie und Realität

«Gesundheitsinitiative: Spitäler befürchten starre Vorgaben», Ausgabe vom 11. Mai

Im Bericht befürchtet der Spitalpräsident, dass eine Annahme der Gesundheitsinitiative eine «Planwirtschaft» bringen werde. Mit dem neuen Spitalratspräsidenten hat leider die neoliberale Ideologie der Hochschule St. Gallen (HSG) Einzug in Luzerner Kantonsspital gehalten. Nicht mir Argumenten, sondern mit ideologischen Phrasen wird die Gesundheitsinitiative bekämpft, die nichts weiter verlangt, als weiterhin eine gute Pflegequalität an den bisherigen Standorten. Doch gemäss HSG-Lehre gibt es in der Schweiz zu viele Spitäler. Müssten die Regionalspitäler Sursee und Wolhusen geschlossen werden, wenn es nach diesen Ideologen ginge? Damit es nicht so weit kommt, können wir mit der Gesundheitsinitiative die Spitalstandorte im Gesetz verankern. Dies schafft Planungssicherheit und sichert die Grundversorgung in der Landschaft auch auf längere Sicht.

Mario Gsell, Kaltbach


Mit der Initiative wird viel Staub aufgewirbelt. Die Abstimmung verursacht dem Kanton hohe Kosten – bringt aber für die Bevölkerung keinen Mehrwert. Sie verlangt Dinge, die bereits gelebt werden und stellt Forderungen, die in der Realität nicht umgesetzt werden können – oder welche die Entwicklung des Gesundheitswesens behindern würden. So ist vom heutigen Spitalgesetz her klar festgehalten, dass die Spital- und Notfallversorgung im Kanton durch die Standortspitäler Luzern, Sursee und Wolhusen auf hohem Niveau gesichert ist. Um die Landregion zu stärken, bereitet der Kanton seit einiger Zeit den Neubau des Spitals Wolhusen vor und eruiert einen optimalen Standort für den zukünftigen Spitalneubau in Sursee. Auch wird der Hauptort Luzern durch Erweiterungen von Parkhaus, Augenklinik, Röntgen und Labor stetig gestärkt. Den von den Initianten geforderten Personalschlüssel erachte ich als nicht realistisch. Das Spitalwesen muss schon heute den Personalschlüssel stets den Bedürfnissen anpassen, und die Berufsbilder entwickeln sich laufend weiter – eine Verankerung im Gesetz wäre ein grosses Hindernis. So wäre es falsch, wenn durch die Festlegung der jetzigen Rechtsform der Entwicklung des Spitalwesens Steine in den Weg gelegt würden.

Gerda Jung, Kantonsrätin CVP, Hildisrieden

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