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In Seelisberg herrscht Unverständnis

«Peter Hauser ist nicht mehr Fischereiaufseher am Seelisbergerseeli»
Otto Odermatt, Seelisberg
Der bekannte Fischereiaufseher Peter Hauser in seinem Boot, das schon sein Vater über das idyllische Seelisbergerseeli gesteuert hat. (Bild: Otto Odermatt (Seelisberg))

Der bekannte Fischereiaufseher Peter Hauser in seinem Boot, das schon sein Vater über das idyllische Seelisbergerseeli gesteuert hat. (Bild: Otto Odermatt (Seelisberg))

Seit seiner Kindheit ist Peter Hauser mit dem Seelisbergerseeli verbunden. Mit Freuden erinnert er sich, wie sein Vater mit dem Ruderboot die ganze Familie Hauser auf dem Seeli ausfuhr. Mit Freuden erinnert er sich auch, wie er und seine Freunde diese riesigen Egli, manchmal waren sie sogar mehr als 50 Zentimeter gross, aus dem Seeli fischten. Solche Egli gibt es sonst nirgends. Die gibt es nur im Seelisbergerseeli.

Vor mehr als 20 Jahren wurde Peter Hauser vom Re­gierungsrat als freiwilliger Fischereiaufseher angestellt. Und dieses Amt hat er mit viel Herzblut ausgeführt. Regelmässig hat er auf dem Seeli Unrat geräumt. Regelmässig hat er das Seeli beobachtet, und wenn ein Kormoran auftauchte, hat er dem Wildhüter berichtet, damit er den Fischdieb mit lauten Schüssen vertreiben konnte. Regelmässig kontrollierte er die jungen und älteren Fischer. Sie mussten ihm das Fischerpatent zeigen. Es war schön zu sehen, wie er die jungen Fischer belehrte und ihnen wertvolle Ratschläge gab. Wirklich herzlich und überaus freundlich! Er war bei allen Fischern, die regelmässig das Seelisbergerseeli aufsuchten, dank seiner fundierten Kenntnisse über den See und seiner freundlichen Art stets sehr geschätzt.

Doch eines plagte ihn, und es plagt ihn immer noch sehr: Diese grossen Egli sind am Aussterben. Es gibt nicht mehr so viele, weil der Laich von kleinen fremden Fischen auf­gefressen wird. «Da muss man doch etwas unternehmen», sagt Hauer. Er hat sich deshalb an die Fischereiverwaltung gewandt mit der Bitte, sich dieser Problematik anzunehmen. Leider wurde er in dieser Be­ziehung nie ernst genommen. Am 15. März dieses Jahres wurde ihm sogar diskussionslos und ohne Begründung mitgeteilt, dass er als Fischereiaufseher entlassen sei. Diese Nachricht wurde in Seelisberg mit Unverständnis aufgenommen, hielt man ihn dort doch uneingeschränkt als Idealbesetzung für dieses Amt. Im Weiteren wurde ihm gesagt, dass man für ihn schon einen Ersatz vorge­sehen habe. Dagegen hat Peter Hauser nichts einzuwenden. Er begreift, dass es einen jüngeren Nachfolger braucht. Er hat auch schon Kontakt mit ihm auf­genommen. Nur findet er es schade, dass die Entlassung ohne Anerkennung für die geleistete Arbeit und so abrupt geschah. Peter Hauser jedoch wird das Egliprojekt weiterverfolgen und so versuchen, diese schweizweit einzigartige Art zu retten, damit dereinst Fischer diese prächtigen Tiere fangen können und sich freuen können, dass Peter Hauser dies ermöglicht hat.

Otto Odermatt, Seelisberg

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