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Irritierende Sparmassnahmen

«Kantonsspital spart beim Personal», Ausgabe vom 2. Februar
Ulrich Bollmann, Oberwil

Die Entlassung von vier Radiologiefachfrauen im Zuger Kantonsspital war am 2. Februar ein Thema in dieser Zeitung. Ob dies unsozial und unprofessionell erfolgt ist, will ich mangels näherer Informationen nicht kommentieren. Etwas anderes ist mir hingegen aufgefallen. Der Personalabbau sei eine Folge der neuen niedrigeren Tarmed-Tarife, welche im Bereich Radiologie zu jährlichen Mindereinnahmen von rund 0,8 Millionen Franken führten, erklärt die Spitalleitung und betont im selben Atemzug, eine Qualitätseinbusse werde es aber deswegen nicht geben. Es brauche einfach angepasste Abläufe, aber es funktioniere, wie Erfahrungen anderer Spitäler zeigten. Da frage ich mich in unseren Zeiten der ständig steigenden Gesundheitskosten schon, weshalb die Spitalleitung nicht schon früher und von sich aus auf die Idee gekommen ist, dieses Optimierungspotenzial umzusetzen. Offensichtlich hat man einfach den Aufwand den budgetierten Tarmed-Einnahmen angepasst. In Punkt 2 der 2013 vom Verwaltungsrat verabschiedeten Unternehmensstrategie heisst es «Wirtschaftlichkeit weiter verbessern». Zumindest im Radio­logiebereich hat man dieser Strategie nicht nachgelebt.

Ulrich Bollmann, Oberwil

Sparmassnahmen und Entlassungen beim Zuger Kantons­spital? Was man vom Zuger Kantonsspital in letzter Zeit hört, ist beängstigend. Top- Ärzte der Orthopädie und der Kardiologie verlassen das Spital und gehen zur Konkurrenz, da eine Erweiterung ihrer Behandlungsräume finanziell nicht gemacht werden kann. Im Nachhinein geschieht doch etwas. Das Spital legt sich mit einem Teil der Kinderärzte an und verliert wieder Fachkräfte! Die Sicherheit wird abgebaut, und langjährige Mitarbeiter besagter Abteilungen werden entlassen (siehe Artikel in der «Zuger Zeitung» vom 2. Februar). Gleichzeitig baut man ein neues Zentrum für Bestrahlungen, welches aber nicht selber, sondern von externer Hand geleitet wird. Man kann sich auch zu Tode sparen, und jährlich trotzdem etwa 1 bis 2 Millionen Gewinn ausweisen? Wie geht das denn, Herr Direktor und Herr Unternehmens­berater? Damit Sie Ende Jahr wieder einen Gewinn ausweisen können und die Hand aufhalten wegen guter Arbeit, aufgrund von Stellenabbau? Oder immer wieder den Grund nennen, dass der Hauptaktionär sparen muss oder die Änderungen mit dem neuen Tarmed zu tun haben. Wenn Umsatz verloren geht, dann wohl, weil die Patienten so langsam das Vertrauen ins Zuger Kantonsspital verlieren.

Thomas Barmettler, Baar

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