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Leserdebatte

Ist die Initiative die richtige Antwort auf die Sparmassnahmen in der Schule?

Zur Abstimmung über die Initiative «Für eine hohe Bildungsqualität in Luzern» am 23. September

Der Regierungsrat des Kantons Luzern sagt in seiner Stellungnahme zur Initiative: «Wir haben schon eine sehr gute Qualität in der Luzerner Bildung.» Diese Ansicht vertritt auch das Abstimmungskomitee. In den letzten Jahren erfuhren wir aber, wie leicht und fahrlässig die Politik diese Qualität aufs Spiel setzte. Sämtliche Mittel- und Berufsschulen wurden für eine Woche geschlossen, weil das Geld für eine volle Jahresausbildung nicht reichte. Die Schliessung der Fachklasse Grafik und der Wirtschaftsmittelschule in Willisau wurden ernsthaft besprochen. Schulgelder werden für die Berufsausbildung erhoben, was gemäss Berufsbildungsgesetz nicht vorgesehen ist. Die Gebühren für Instrumentalunterricht an Mittelschulen wurden wiederholt erhöht und für Freifächer eingesetzt. Mit der Arbeitszeiterhöhung auf unbefristete Zeit haben sich die Rahmenbedingungen an den Schulen drastisch verschlechtert.

Der Lehrplan 21 muss gemäss Kantonsratsbeschluss kostenneutral eingeführt werden. Das muss mit geheimnisvollen Massnahmen möglich werden. Denn eine Kostenneutralität ist Utopie. Die Liste ist nicht vollständig. Sie zeigt aber, dass die Politik bereit ist, gute Qualität in der Bildung einer ambitionierten Steuerpolitik zu opfern. Der Aufgaben- und Finanzplan zeigt deutlich, dass die Schieflage der Finanzen die Qualität und das Angebot an den Schulen gefährdet. Der bisherige Abbau soll laut Regierungsrat Wyss bis jetzt nur die Lehrer, nicht aber die Schüler getroffen haben – glauben Sie denn nicht, dass eine zufriedene Lehrperson ambitioniertere Arbeit leistet? Wir wollen verlässliche Rahmenbedingungen für uns, für die Kinder, für die Zukunft. Deshalb Ja.

Martin Geiger, Christine Bucheli, Buttisholz, Regionalorganisation Rottal des Luzerner Lehrerverbandes LLV


Wir allen wollen für unseren Kanton eine hohe Bildungsqualität und auch mir, die selbst unterrichtet, liegt viel daran, dass diese erhalten bleibt. Dennoch braucht es ein Nein zur Vorlage, weil das Grundanliegen der Initiantinnen und Initianten und die damit verbundenen Forderungen zum Erhalt der Bildungsqualität in unserem Kanton grösstenteils erfüllt sind. Erstens unterrichten sehr gut qualifizierte und mit den nötigen Diplomen ausgestattete Lehrkräfte auf allen Schulstufen. Dort, wo es Engpässe gibt, nämlich bei IF-Lehrpersonen und heilpädagogischen Fachkräften, ist der Kanton bereits aktiv geworden. Zweitens verfügen wir über ein breites und qualitativ hochwertiges Bildungsangebot auf allen Schulstufen über den ganzen Kanton verteilt. Drittens haben wir kleine Schulkreise, der Zugang ist für alle Kinder und Jugendlichen gewährleistet. Viertens erhebt der Kanton zwar ein Schulgeld auf Sekundarstufe II, dieses ist aber verhältnismässig und wird in Härtefällen erlassen. Eine Streichung dieser Gelder würde zu Mindereinnahmen führen und diese müssten woanders im Bildungsbudget wieder kompensiert werden. Die Sparmassnahmen sind nicht spurlos an den Lehrkräften vorbeigegangen, aber die Rahmen- und Anstellungsbedingungen bewegen sich im Mittelfeld und wenn, dann gilt es hierzu mit klaren politischen Forderungen aufzutreten. Erhalten wir uns also den dafür nötigen politischen Handlungsspielraum, damit wir auf Veränderungen im Bildungsbereich vorausschauend und angemessen reagieren können.

Karin Stadelmann, Vizepräsidentin CVP Kanton / Stadt Luzern

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