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Ist es ein guter Businessdeal für die Schweiz?

«Tempelbrand entfacht Streit um Tibet neu», Ausgabe vom 23. Februar
Dieter Stucky, Cham

Der Bericht über das Feuer im Jokhang-Tempel in Lhasa erinnert treffend an die Gewaltherrschaft der Chinesen seit deren Einmarsch in Tibet im Jahre 1950. Trotz all den perfiden Machtmitteln ist es dem chinesischen Staat auch nach bald 60 Jahren nicht gelungen, den Widerstand der Tibeter endgültig zu brechen. Aber er versucht es mit allen Mitteln.

Umso stossender ist die seit 2016 geübte Praxis des Eidgenössischen Staatssekretariates für Migration (SEM), die Tibeter in der Schweiz als chinesische Staatsangehörige zu bezeichnen. «Staatenlos» oder «Tibet» als Herkunft wird nicht mehr anerkannt. Für Ausweise oder Reisepapiere müssen sich die Tibeter an die Botschaft Chinas in Bern wenden. Ihre Angst von zunehmender Bespitzelung und Einschüchterung ist gross. Ist es chinesischer Druck auf die Schweiz oder ein guter Businessdeal für die Schweiz, die zur beschämenden Praxisänderung des SEM führten? Ein tibetischer Flüchtling sagte kürzlich zu mir, nun sei er «Chinese», ausgerechnet «Bürger» des Landes, aus dem er fliehen musste.

Dieter Stucky, Cham

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