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Leserdebatte

Ist unsere Spitalversorgung gesichert?

Zur Abstimmung über die Gesundheitsinitiative im Kanton Luzern am 10. Juni

Die primäre Aufgabe eines jeden Spitals ist die Behandlung von Patientinnen und Patienten. Voraussetzung für die Genesung ist die ärztliche Leistung auf höchstem Niveau, wie sie im Kanton Luzern mit den drei Spitalstandorten Luzern, Wolhusen und Sursee gewährleistet ist. Die Heilung der Patientinnen und Patienten ist aber nur möglich, wenn motiviertes Pflegepersonal seine Arbeit in einem gesicherten Arbeitsumfeld ausführen kann. Die Spitalleitung trägt die operative Verantwortung für die Erfüllung dieser Aufgabe und hat der Bevölkerung gegenüber ihre Arbeit zu verantworten. Mit der Umwandlung der Luzerner Spitäler in eine AG wird aber die demokratische Kontrolle durch die Parlamente ausgehebelt, und die Qualität der Pflege wird vermindert, weil die Anstellungsbedingungen der Pflegefachleute nicht mehr gesichert sind. Ich empfehle dringend ein Ja zum neuen Spitalgesetz, damit die hohe Qualität der Gesundheitsversorgung gesichert ist, und die Spitäler verlässliche Partner für Pflegepersonen bleiben.

Ottilia Lütolf, Dr. med., Luzern


Wir alle wollen eine sichere Gesundheitsversorgung im ganzen Kanton Luzern. Insbesondere die Berg- und Randregionen haben ein sehr grosses Interesse an einer guten Notfallversorgung. Die Forderungen der Initianten sind aber grossmehrheitlich bereits heute mit dem gültigen Spitalgesetz erfüllt. Das Zentrumsspital Luzern und die beiden Grundversorgungsspitäler Sursee und Wolhusen sind unbestritten. In Wolhusen werden im nächsten Jahr 110 Millionen Franken investiert. Das ist ein starkes Zeichen für den Erhalt des Standortes. Die Abgeltung von gemeinwirtschaftlichen Leistungen ist für die zeitgemässe Spitalversorgung der ländlichen Bevölkerung sehr wichtig. Die Beträge müssen aber im Rahmen des Budgetprozesses im Kantonsrat gesprochen werden. Mittels Mehrheiten müssen wir dafür sorgen, dass die Luzerner Psychiatrie und die Luzerner Spitäler die notwendigen Mittel für die Notfallversorgung erhalten. Das eigentliche Killer-Argument ist aber die Forderung nach einem staatlich definierten Fachpersonalschlüssel. Einerseits würde dies zu einem grossen administrativen Aufwand führen, und andererseits wären die Luzernerinnen und Luzerner allenfalls in einem ausserkantonalen Spital schlechter gestellt. Sofern die auf der Luzerner Spitalliste stehenden rund 21 ausserkantonalen Spitäler den Fachpersonalschlüssel nicht erfüllen würden, müssten die Patienten die Differenz selber bezahlen oder eine Zusatzversicherung abschliessen. Das wollen wir doch nicht. Deshalb ist die Initiative abzulehnen.

Hans Lipp, Kantonsrat CVP, Flühli


Die Gesundheitsinitiative sichert die bestehenden Pflegestandards und Spitalstandorte auch in Zeiten angespannter Finanzen. Regierungspräsident Graf bezeichnet die Initiative zwar als gefährlich. Aber ist es nicht seine Abbaupolitik, die gefährlich für die Bevölkerung ist? So die schwarze Liste säumiger Prämienzahler: Aufgrund einer solchen war kürzlich in Graubünden ein Todesopfer zu beklagen. Oder wenn Familien die Prämienverbilligung zurückzahlen müssen und auf einen Arzttermin nun lieber verzichten. Die Gesundheitsinitiative sichert die Grundversorgung im ganzen Kanton auch in Zukunft. Sie ist nicht gefährlich, sondern nötig. Denn unsere Gesundheit ist zu kostbar für kurzfristige Sparübungen.

Marcel Budmiger, Luzern, Kantonsrat SP, Geschäftsleiter Luzerner Gewerkschaftsbund

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