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Ja zu Schwimmbad heisst auch Ja zu Uri

Zur kantonalen Volksabstimmung vom 5. Juni über das Schwimmbad- finanzierungsgesetz

Die bevorstehende notwendige Finanzierungsregelung für das Schwimmbad Altdorf, über die wir am 5. Juni abstimmen, verdient meines Erachtens ein Ja. Natürlich: Aus politischer Betrachtung kann man immer unterschiedlicher Meinung sein, man kann sich berechtigterweise fragen, ob der vorgeschlagene Weg die beste Lösung darstellt.

Wenn man das Ganze aber aus sachlicher Sicht beurteilt, kommt man zur Überzeugung, dass man diese paritätische Finanzierung von Kanton und Gemeinden unbedingt unterstützen sollte. Als Mitglied der zuständigen landrätlichen Kommission, die dieses Geschäft vorberaten durfte, ging ich die ganze Sache am Anfang sehr skeptisch respektive mit einer ablehnenden Haltung an. Erst mit dem Studium der Akten und der Beurteilung der kritischen Lage, was die Bausubstanz des «Urner Schwimmbads» anbelangt, kam ich zur Überzeugung: Hier muss unbedingt gehandelt werden.

Beim kritischen Durchleuchten der Genossenschaft war es auch nicht von der Hand zu weisen, dass in der Vergangenheit bei elementaren Entscheidungen gravierende Fehler gemacht worden sind. Zu diesen Fehlern versuchen die Verantwortlichen der Genossenschaft heute auch zu stehen. Es macht jetzt aber absolut keinen Sinn, wenn man in dieser Vergangenheitskiste zu wühlen versucht. Der Blick ist nach vorne zu richten, nur dies ist entscheidend für die Existenzsicherung und die Zukunftsweisung des «Urner Schwimmbads».

Natürlich wäre es komfortabler, sich als Stimmbürger angenehmeren Themen zu widmen, als nicht-selbsttragenden Unternehmungen, die überregionalen Charakter besitzen, mit Finanzspritzen unter die Arme zu greifen. Wenn man aber weiss, dass in der Schweiz praktisch kein öffentliches Schwimmbad selbsttragend ist, dann muss hier die Einsicht geweckt werden, dass von öffentlicher Hand Unterstützung geleistet werden muss. 150 000 Besucher pro Jahr verzeichnet dieses Schwimmbad. Als Schattdorfer Landrat könnte ich eigentlich gegen dieses Geschäft sein, da Schattdorf ein eigenes Schulschwimmbecken besitzt. Wie ich aber aus zuverlässigen Ermittlungskennzahlen entnehmen darf, kommen zirka 13 Prozent dieser Besucher aus Schattdorf.

Ein Ja zu dieser Gesetzesvorlage ist für mich ein Ja zu Uri. Wenn die Finanzierungssicherung der Substanzaufrechterhaltung dieser Schwimmbadanlagen nicht zu Stande kommen sollte, dürfte diesem attraktiven Freizeit- und Sportangebot das Ende drohen. Ich kann mir zurzeit nicht vorstellen, wie man dieses Projekt von Seiten des Kantons und der Gemeinden noch unterstützen könnte. Man kann sich wohl kaum einen weiteren Gang an die Urne leisten, falls das Stimmvolk einmal Nein gesagt hätte. Sollte das «Urner Schwimmbad» irgendwann aus finanziellen Gründen seine Türen schliessen müssen, so wird es sehr schwierig sein, solch ein Projekt inskünftig wieder auf die Beine zu stellen. Gesetzesauflagen, die weitgehend bestens bekannt sind, würden ein solches neues Projekt mit hoher Wahrscheinlichkeit verunmöglichen. Tragen wir zu einem unserer attraktiven Freizeitangebote im Kanton Uri Sorge, indem wir miteinander am 5. Juni ein Ja in die Urne legen.

Ruedi Cathry, Landrat, Schattdorf

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