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Leserbrief

Jene wählen, die es besser machen werden

Zum Wahlkampf im Hinblick auf den 7. Oktober in Zug

Die Intensität des Wahlkampfes für den Zuger Regierungsrat hat spürbar zugenommen. Nun erscheinen die grossen Parteiinserate mit Unterstützern und Sponsoren. Wer die kleingedruckte Unterstützerliste der frischgebackenen ZVB-Verwaltungsratspräsidentin, Frau Kantonsrätin Silvia Thalmann-Gut, genauer studiert, entdeckt Bemerkenswertes. Dass viele CVP-Mandatsträger und -Kandidaten aus allen Gemeinden diese Kampfkandidatur unterstützen, ist in Wahlzeiten selbstverständlich. Bemerkenswert ist nun aber, dass bekannte Frauen aus der Zuger FDP die CVP-Frauenkandidatur offen unterstützen, darunter auch Andrea Sidler-Weiss, alt Stadträtin, welche 2010 mit Getöse aus der CVP Stadt Zug austrat, um vergeblich im Alleingang gegen die CVP ihre Wiederwahl in den Stadtrat zu erkämpfen. Und Regula Töndury, alt Kantonsrätin und amtierende Bildungsrätin FDP, Gabriela Ingold, Kantonsrätin FDP, amtierende Präsidentin der Staatswirtschaftskommission, Barbara Strub, alt Kantonsrätin FDP und Gattin des früheren FDP-Präsidenten, Monique Gisler-Locher, FDP alt GGR-Präsidentin, alle bekannte FDP-Persönlichkeiten. Man kann die herbe Enttäuschung über die eigene, knapp gescheiterte Kandidatur der FDP-Kandidatin aus Steinhausen bei der Nominationsversammlung gut nachvollziehen. Offenbar nehmen nun die genannten FDP-Damen beherzt ein spektakuläres Scheitern der beiden männlichen FDP-Kandidaten für die drei frei werdenden Sitze in Kauf. Darunter auch Christina Michel, Gattin von FDP-Regierungsrat Matthias Michel. Übrigens – hat der FDP-Volkswirtschaftsdirektor kürzlich etwa Frau Thalmann zu einem gut honorierten Posten im Verwaltungsrat der ZVB verholfen? Durch übermässiges Interesse am öffentlichen Verkehr ist jedenfalls die später ausgewählte CVP-Kantonsrätin aus Zug vorher nicht aufgefallen. Der gemeinsame Rücktritt der beiden FDP-Regierungsräte Matthias Michel und Urs Hürlimann ist Hintergrund und Ursache des verzweifelten Kampfes der FDP zum Erhalt ihrer beiden Regierungssitze. Inserate und Werbung sprechen eine deutliche Sprache über die Befindlichkeit der Wahlkampfleitung der FDP. Für die FDP, die seit Menschengedenken mit mindestens zwei Regierungsräten in der Zuger Regierung vertreten war, geht es am 7. Oktober um fast alles. Dass die CVP, welcher die FDP mehrfach zu ihrem Nationalratssitz in Bern verholfen hat, nun mit einer 3. Kandidatur die geschwächte FDP frontal angreift, ist ebenfalls bemerkenswert. Man darf gespannt sein, wie die kantonale FDP-Wahlkampfleitung auf diesen Angriff reagiert, beziehungsweise was der Wähler dazu an der Urne sagt. Zum Glück können wir alle vier Jahre unabhängig diejenigen Politiker wählen, die es besser machen werden.

Pedro Bilar, Zug

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