Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Leserbrief

Jetzt braucht es eine konstruktive Einstellung

«Baugewerbe; Lautstarke Proteste», Ausgabe vom 7. November

Der Landesmantelvertrag (LMV) des Bauhauptgewerbes ist der arbeitnehmerfreundlichste Gesamtarbeitsvertrag für Handwerker in der Schweiz. Trotz Friedenspflicht organisieren die Gewerkschaften Protestaktionen und verletzten hiermit den LMV ohne Skrupel. Und trotz dieser Missachtung setzen sich die Unternehmervertreter zum 18. Mal mit den Gewerkschaften an den Tisch und verhandeln über einen neuen LMV. Dabei wird auch darüber diskutiert, ob eine zusätzliche Lohnerhöhung verkraftbar ist. Und das in einer Branche, in der Durchschnittslöhne von über 6000 Franken bezahlt werden, welche die Wettbewerbsfähigkeit der Bauunternehmer immer mehr einschränken.

In den aktuellen Verhandlungen konnten bereits Fortschritte erzielt werden. Die Lösung für die Sanierung der Frührente Bau mit 60 liegt auf dem Tisch. Die Baumeister sind bereit, über die im August 2018 vorgelegte Paketlösung zu diskutieren. Mit den jetzt schon sehr hohen Löhnen ist es unabdingbar, dass für substanzielle Lohnerhöhungen im Gegenzug auch die Rahmenbedingungen für die Bauunternehmen berücksichtigt werden. Um Festanstellungen auf unseren Baustellen anbieten zu können und nicht zu einem Ausbau der Temporärarbeit und des Subunternehmertums gezwungen zu werden, sind Vereinfachungen und der flexiblere Arbeitseinsatz für die Unternehmen und für die Mitarbeitenden sehr wichtig. Die Baumeister fordern deshalb in den aktuellen Verhandlungen nicht mehr Arbeitsstunden als heute, wohl aber eine flexiblere Organisation der Arbeitsstunden übers Jahr. Arbeitswochen mit generell 12 Stunden pro Tag sind gesetzlich nicht erlaubt – das wissen auch die Gewerkschaften und trotzdem halten sie an diesem Lügengerüst populistisch fest. Eine gemeinsame Lösung braucht auch ein Entgegenkommen der Gewerkschaften. Jetzt ist es an ihnen, einen grossen Schritt auf die Baumeister zuzukommen. Ob dies mit den durchgeführten Protestaktionen zielführend ist, bleibt fraglich. Die Baumeister wollen Lösungen, und wir laden die Gewerkschaften ein, diese mit uns mit einer konstruktiven Einstellung zu finden.

Kurt A. Zurfluh, Geschäftsführer Zentralschweizerische Baumeisterverbände, Luzern

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.