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Korporationen – ein bisschen mehr Offenheit

«Iren Odermatt übernimmt das Zepter», Ausgabe vom 21. April
Hugo Kayser, Alt Regierungsrat, Dallenwil

Im Bericht über die Versammlung der Vereinigung der Nidwaldner Korporationen stellt der abtretende Präsident und Geschäftsführer der Korporation Buochs, Josef Bucher, fest, dass bei den Korporationen das Wohl der Bürger und des Gemeinwesens und nicht die Gewinnmaximierung im Vordergrund steht. Das trifft für verschiedene kleinere Korporationen zweifellos zu. Ob er dabei auch an die grösseren Korporationen wie Buochs, Ennetbürgen oder Stans gedacht hat? Immerhin hat die Korporation Buochs in der Jahresrechnung 2016 einen Reingewinn von 418532 Franken ausgewiesen (Vorjahr 403394 Franken). Wie hoch wäre wohl der Reingewinn, wenn die Korporation Buochs gewinnmaximiert tätig wäre? Während einzelne Nidwaldner Korporationen finanziell in sehr engen Schuhen stecken, können andere Nidwaldner Korporationen jährlich einen Korporationsnutzen von bis zu 1000 Franken je Korporationsbürger auszahlen.

Im selben Artikel wird angekündigt, dass offensichtlich aus Sicht der Korporationen die neue Rechtslage nach dem Bundesgerichtsentscheid über das Korporationsbürgerrecht sehr eng und restriktiv im Korporationsgesetz umgesetzt werden soll. So soll der rückwirkende Anspruch stark eingeschränkt werden und es soll auch nicht möglich sein, dass ein Korporationsbürger sowohl das Korporationsbürgerrecht seines Vaters und seiner Mutter erhalten kann. Ich schätze unsere Korporationen und weiss um ihre vielfältigen Verdienste für die Öffentlichkeit, um die Pflege des Waldes, der haushälterischen Nutzung des Bodens und im Wohnungsbau. Ich wünsche mir aber ein bisschen mehr Offenheit und Transparenz, nicht nur im Umgang mit den Zahlen, sondern auch bei der Gestaltung des Korporationsbürgerrechtes. Der Kreis der Korporationsbürger darf durchaus etwas weiter gefasst werden, auch dies zum Wohl der Bürger.

Hugo Kayser, alt Regierungsrat, Dallenwil

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