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Kriens: Besorgnis über Wachstumswahn

«Schulhausausbau erhitzt die Gemüter», Ausgabe vom 26. Oktober
Paul Otte, Kriens

Kriens verändert sich in einer Weise, die bei vielen Bewohnern tiefe Besorgnis auslöst. «Wenn das nur gut kommt!», so der Tenor. Solche Zweifel kennen die Weisen aus dem Gemeinde- und Einwohnerrat nicht. Sie hecheln einem Götzen hinterher, der sie blind macht. Er heisst Wachstum. Er soll nicht nur die Finanzen ins Lot, sondern auch sonst grossen Segen bringen.

Dass damit eine Bautätigkeit verbunden ist, die das Zusammenleben zutiefst erschüttern könnte, scheint die politisch Verantwortlichen kaum zu kümmern. In Kriens sollen innert zehn Jahren gegen 2000 neue Wohnungen entstehen. Und die Infrastruktur, die es für Tausende neue Einwohner braucht? «Die Bevölkerung muss sich halt anpassen», scheint man sich zu sagen.

Zum Beispiel beim Schulraumbedarf. Die dafür zuständige Bildungsvorsteherin Judith Luthiger-Senn erkannte messerscharf: Kriens braucht mehr Schulraum. Massiv mehr. Vor ­allem in der Kuonimatt. Und das subito. Dem Götzen Wachstum wird die einzige noch frei begehbare Grünfläche im Quartier geopfert. Dass dies primär auf Kosten der Kinder geht – wen kümmert’s?

Bereits letztes Jahr wurde das Kuonimattschulhaus um einen Pavillon erweitert. Ein weiterer ist auf Sommer 2018 geplant. Später soll darauf noch ein «Erweiterungsbau» entstehen. Tranchenweise verschwindet so eine beliebte Spielwiese. Wo Kinder heute noch ihren Bewegungsdrang ausleben (und so nicht nur vor dem Computer hocken), werden dies morgen Bauten verhindern. Durchdachte Planung sieht anders aus.

Wollen wir wirklich Wachstum um jeden Preis? Es ist an der Zeit, diesem Treiben Einhalt zu gebieten! Und zu hoffen, dass der Quartierverein Kuonimatt und die Krienser Bevölkerung sich mit allen politischen Mitteln für ein lebens- und liebenswertes Kriens einsetzen. Notfalls mit einer Initiative.

Paul Otte, Kriens

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