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Kritik am Vorstand

Zur Fusion des Krankenversicherers Klug mit der Helsana
Peter Cerletti, Zug

Als sehr zufriedenes Mitglied der KluG Krankenversicherung während 56 Jahren fällt es mir eigentlich schwer, das unrühmliche Vorhaben des Vereins-Vorstandes vehement zu kritisieren. Konnte ich doch in all diesen Jahren stets den kompetenten und kundenfreundlichen Service der Geschäftsführung und der Mitarbeitenden dankbar loben. Die Betriebskrankenkasse Landis & Gyr ist ein Kind aus der Pionierzeit des Familienunternehmens Landis & Gyr. Viele soziale Einrichtungen, wie beispielsweise die Sparkasse mit Todesfallversicherung (heute Pensionskasse), Wohlfahrtsstiftung Landis & Gyr, diverse Freizeiteinrichtungen für das Personal und eben auch die Betriebskrankenkasse Landis & Gyr (heute KluG Krankenversicherung) wurden vor 100 Jahren gegründet. Im sehr interessanten Buch «die Fabrik in der Stadt» von Heinz Horat kann man dies alles nachlesen (Wohlfahrtseinrichtungen, Seite 124).

Die damalige Leitung des traditionsreichen Familienunternehmens unter der Führung der weitsichtigen und sozial eingestellten Persönlichkeit Dr. Karl Heinz Gyr prägt noch heute die KluG Krankenversicherung. Es muss deshalb mit voller Überzeugung verhindert werden, dass diese kleine, starke und feine Krankenversicherung verschwindet. Unter «verschwinden» vermute ich auch stark, dass der Sitz in Zug aufgehoben wird und die Kundennähe verloren gehen würde, abgesehen von den allfälligen Problemen der kompetenten Mitarbeitenden hier in Zug. Das darf nicht sein. Im übrigen habe ich den 19-seitigen Vertragsentwurf von Helsana mit fünf Anhängen durchgeackert und dabei keinen überzeugenden Eindruck gewonnen. Darum liebe KluG-Versicherte, beziehungsweise Vereinsmitglieder machen Sie sich am 08. Mai 2018 (100-jähriges Jubiläum!) wenn immer irgendwie möglich auf zur Generalversammlung und lehnen Sie das unverständliche Ansinnen des Vorstandes entschieden ab.

Peter Cerletti, Zug

Betreffend Stellungnahme von Martin Suter vom 3. Mai 2018 in der Zuger Zeitung: Es wird nicht besser, wenn der Präsident der Klug Versicherung den vom Vorstand eingeschlagenen Irrweg einer Fusion mit untauglichen Argumenten zu rechtfertigen versucht. Risikoausgleich – offensichtlich hat der Herr Präsident nicht mal den eigenen Jahresbericht genau gelesen. ­Gemäss publizierter Erfolgsrechnung betrug der Risikoausgleich im Jahr 2017 5891593 Franken und nicht wie von ihm irrtümlich erwähnt 6.5 Millionen Franken. So wie die Prämien gehören bei der Klug die Risikoausgleichszahlungen zu den Einnahmen. Davon werden die erwähnten 25 millionen an Leistungen bezahlt.

Da ist Nachhilfeunterricht in Krankenkassen-Buchhaltung dringend nötig! EDV-Kosten Auch mit einer anstehenden Investition von 500000 Franken lässt sich eine Fusion nicht rechtfertigen. Der geneigte Buchhalter weiss, Investitionen werden über mehrere Jahre abgeschrieben. Klug kann zudem die Investitionen aus eigenen Mitteln problemlos finanzieren. Die Klug-Versicherten dürfen nicht zum Spielball werden. So ein Vorstand muss weg!

Waldemar M. Keller, Luzern

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