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Kritisch gegenüber der Forschung werden

Basler Forscher sollen einen Pädophilie-Test entwickelt haben

Unser unreflektierter Glaube an die Wissenschaft führt direkt zur modernen Hexenverbrennung. Auch die Inquisition beruhte auf wissenschaftliche Fakten («Hexenhammer»), die sich später als völliger Humbug herausstellten. Wie komme ich zu diesem zugegebenermassen etwas radikalen Schluss?

Je mehr ich wissenschaft­liche Berichte lese, desto mehr muss ich feststellen, dass moderne Wissenschaft Untersuchungen an wenigen Menschen macht und dann allgemeingültige Schlüsse zieht. Ein Beispiel: Anhand von Untersuchungen an 64 Personen glauben Basler Wissenschaftler, einen funk­tionierenden Pädophilen-Test gefunden zu haben. Sie sprechen von Zuverlässigkeit!

Solange solche Tests als Hilfsmittel betrachtet werden, geht es noch, wenn jedoch deswegen Existenzen zerstört werden, geht es zu weit. Tests an 64 Personen lassen keinerlei Schlüsse zu. Das ist nicht Wissenschaft, das ist pure Vergötterung von wissenschaftlichen Spielereien. Alles, was untersucht wird, muss kritisch beurteilt werden, das fehlt in der heutigen Wissenschaft völlig. Ich komme zum Schluss, dass heutige Wissenschaft nichts anderes als unverantwortliche Pröbelei ist, verbunden mit einem expertenhaften Habitus, der nicht hält, was er verspricht.

Wenn diese Wissenschaftler keinen Einfluss hätten, würde es noch gehen, aber unsere gesamte legislative Tätigkeit basiert auf solchen Untersuchungen. Expertenberichte sind somit für mich nichts anderes als ein moderner Hexenhammer, und im Einzelfall zerstören sie Existenzen. Sie dienen als Feigenblatt für Bürokratie und persönliche Bevormundung. Es soll sogar Sicherheitspolitiker geben, die immer noch glauben, Algorithmen könnten Entscheidungen treffen oder eine ­Beurteilung abgeben. Auch das ist nichts anderes als Hexenverbrennung, und ich vermute, sogar der Gottes­beweis hatte mehr Substanz als das!

Man betrachte doch die Tatsachen. Moderne Busse, über die alle Passagiere und Chauffeure fluchen, die nicht einmal eingesetzt werden können; Mobiltelefone, welche explodieren; intelligente Stromzähler, die völlig falsche Zahlen liefern; Billettautomaten, für die es doch tatsächlich eine Schulung braucht, um sie bedienen zu können (Inserat VBL). Die Liste kann täglich ergänzt werden. Wer behauptet, wir hätten irgendetwas im Griff, ist naiv!

Michel Ebinger, Rotkreuz

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