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Leserdebatte

Kuh-Enthornungen und die Haltung der Bauern

Zur eidgenössischen Abstimmung über die Hornkuh- Initiative am 25. November

Der Bauernverband irritiert seine Mitglieder. Er ist bei der Hornkuhinitiative für Stimmfreigabe. Damit löst er Verunsicherung aus.

Bei den Abstimmungen vom 25. November gilt es, ein Nein in die Urne zu legen. Für die Befürworter ist klar: Enthornung eines Tieres ist Quälerei. Wenn das die Botschaft ist, dann sollte die Forderung sein: Verbot jeglichen Enthornens der Tiere. Die Vorlage ist nicht ehrlich. Stück für Stück will man ein Enthornungsverbot einführen. Bei diesen Abstimmungen geht es um eine Umverteilung von Geldern von den «Schlechten» zu den «Guten»!

Die Bösen, die weiterhin Tiere enthornen, sollen nichts erhalten und die Guten, die nicht enthornen, sollen entlöhnt werden. Das ist der falsche Weg. Die Haltung der Tiere ist mit dem Tierschutzgesetz klar geregelt.

Martin Birrer, Emmen


Bei der Erinnerung an meine Jugendzeit sehe ich es noch vor mir, das Vieh bei seinem friedlichen Weidegang. Zu jener Zeit wäre keinem von uns in den Sinn gekommen, dass man in Zukunft das Vieh seiner Hörner berauben würde, weil es halt hin und wieder im Zusammenhang mit tierischem Kopfschmuck zu einem Unfall kam. Man war sich der Gefahr bewusst und lernte, mit ihr umzugehen.

Aber wissenschaftliche Kreise witterten frischen «Hafer», der darin liegen sollte, die Veranlagung der Tiere so zu verändern, dass ihnen keine Hörner mehr wachsen sollten. In den letzten 50 Jahren wurden zudem laufend neue Stallhaltungen entwickelt und subventioniert, so dass Viehbesitzer laufend neu investieren mussten, um den gerade geltenden Vorschriften zu genügen.

Wenn die bäuerliche Bevölkerung nicht in naher Zukunft ideelle Unterstützung durch die Allgemeinbevölkerung erhält, geht im Zuge der alle paar Jahre fälligen Anpassungen an die gerade geltenden «wissenschaftlichen Erkenntnisse» alles vor die Hunde. Setzen wir einen Schlusspunkt unter dieses unheimliche Kapitel der existenziellen Selbstzerstörung und stimmen wir Ja zur Hornkuh-Initiative.

Hansruedi Emmenegger, Horw

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