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«Kuhhandel» in Alpnach?

«Kanton will Verlustgeschäft vermeiden», Ausgabe vom 11. November
Walter Wyrsch, Csp-Kantonsrat, Alpnach

Die «Obwaldner Zeitung» berichtete in diesem Artikel über einen Liegenschaftshandel in Schoried. Ob es sich allenfalls gar um einen Kuhhandel handelt, wird sich noch zeigen.

Zur Erinnerung: Das Landwirtschaftsland wurde seinerzeit zum unglaublichen Preis von 2,4 Millionen Franken nach einem kaum nachvollziehbaren Bieterduell gegen die Korporation Alpnach vom Kanton gekauft. Damals geisterte noch der Plan von einer Sonderzone für Superreiche an diesem Ort durch die Köpfe unserer Regierungsräte. Dieser hatte sich bald ausgeträumt, und das Mätteli blieb Landwirtschaftsland.

Dieses Land will der Regierungsrat nun mindestens teilweise der privaten Nutzung einer Einzelperson zuführen, die dort eine Reitschule plant. Bemerkenswert ist dabei, dass der Gemeindepräsident dazu bereits öffentlich applaudiert. Möglicherweise ist diese Freude zu früh. Schliesslich müsste der Teil des Mättelis, welcher der privaten Nutzung zugeführt wird, noch umgezont werden. Dazu braucht es bekanntlich einen Volksentscheid in der Gemeinde.

Nun stellt sich selbst für einen Nicht-Landwirt und Nicht-Korporationsbürger die Frage, ob es neben einer privaten Reitschule nicht auch andere Nutzungen, möglicherweise im grösseren Interesse der Allgemeinheit oder im Interesse einer grösseren Nutzergruppe gibt. Hier könnte der Kanton etwa auch Land für einen Realersatz bereitstellen. Dieser wird beim Verlust von Landwirtschaftsland beim Ausbau der Grossen Schliere schon bald benötigt.

Hier bin ich gespannt auf die Argumente von Regierung und Gemeinderat – der Erklärungsbedarf ist erheblich, und Transparenz über die Motive für die vorliegende Variante muss auf jeden Fall noch geschaffen werden.

Ein «Kuhhandel» ist übrigens im Volksverständnis ein durch undurchsichtige Abläufe oder den Einbezug von Neben- und Zusatzvereinbarungen zu Stande gekommenes Geschäft. Wir werden sehen.

Walter Wyrsch, CSP-Kantonsrat, Alpnach

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