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Lange Wartezeiten bis zum Gerichtsurteil sind schlecht für Opfer und Täter

«Er ging brutal und skrupellos vor», Ausgabe vom 29. März
Ernst Lutz,

Acht Jahre dauerte es, bis im Tötungsfall Hochdorf (2009) endlich die Untersuchung abgeschlossen und am Kriminalgericht ein Urteil gefällt werden konnte.

Es ist beileibe nicht der einzige Fall, bei dem Untersuchungen erst nach unendlich langer Dauer abgeschlossen werden konnten. Man wird so den Opfern nicht gerecht! Zudem müssen Täter die Folgen ihrer Tat rasch zu spüren bekommen, um daraus Lehren ziehen zu können. Meine Recherchen haben ergeben, dass aus finanziellen Gründen und/oder wegen der Arbeitsbedingungen Staatsanwälte aus dem Kanton Luzern abwandern. Wenn ich dann noch höre, dass in der Justiz ein Hauptthema ist, wo und wie Kosten eingespart werden könnten, kann etwas nicht mehr stimmen.

Das liegt nicht an der Staatsanwaltschaft, denn eine rasch funktionierende Justiz muss die notwendigen Mittel von Regierung und Parlament erhalten. Ohne Wenn und Aber. Diese lange Ungewissheit für Opfer und Täter ist unsäglich. Die Opfer können die Tat viel zu spät verarbeiten. Und die Täter können wegen einer zu erwartenden Gefängnisstrafe keine Wohnung anmieten.

Zudem haben sie Schwierigkeiten, eine geeignete Stelle anzutreten, da sie über Jahre nicht wissen, wann Sie eine Gefängnisstrafe anzutreten haben.

Es ist einer zivilisierten Gesellschaft unwürdig, Opfer und Täter so lange im Ungewissen zu lassen. Sparen ist gut, aber an den richtigen Orten.

Ernst Lutz, Emmenbrücke

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