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Legale Schlaumeierei?

«Gekommen, um zu kassieren», Ausgabe vom 3. Februar.

Wenn es schlaue Arbeitnehmer aus der EU schaffen, sich kurz vor der Pensionierung in der Schweiz noch einen Job zu ergattern, hat zumindest die Initiative «Alter hat Potenzial» einen tollen Job gemacht. Gelobt wird deren Aktivität zumindest in der gleichen Ausgabe der «Zuger Zeitung» wie die Kritik am zugezogenen EU-Ergänzungsleistungsbezüger. Ob es deren Auftrag oder Idee war, über 50-jährige EU-Bürger in die Schweiz zu locken, damit die dann von der Schweizer AHV und den EL profitieren, sei dahingestellt.

Fakt ist, die Erhöhung der verlangten Beitragsjahre in die AHV kann zwar verhindern, dass diese Schlaumeier dann EL bekommen. Allerdings ist das Schweizer Sozialsystem nicht ganz so unsozial. Diese Leute erhalten dann halt «nur» Krankenkassenverbilligung und wenden sich ans Sozialamt. Solange die Schweiz bessere Bedingungen für nicht arbeitende Personen bietet als die Heimatländer, werden wir auch in Zukunft einen Sozialtourismus haben. Abgesehen davon, wieso sollten diese Leute das nicht tun? Es ist legal und von verschiedener politischer Couleur wird stets noch mehr Sozialstaat verlangt. Da hilft kein Klagen und kein Jammern, wenn mehr Leute (aus welchen Herkunftsländern auch immer) sich den Sozialkuchen teilen, wird es für den Einzelnen weniger geben.

Allerdings glauben immer noch zu viele Leute, da sollen halt diejenigen, die etwas haben, mehr geben, aber mir ja nicht weniger. Jeder will profitieren, und mit jeder Erhöhung der Bezugsmöglichkeit steigt die Anzahl derer, die dem zustimmen. Nicht umsonst findet ein Drittel der Zuger Bevölkerung Gefallen an der Krankenkassenprämienverbilligung, wer diese bekommt, findet diese gut. Mehr Bezüger = grössere Zustimmung. Nur würde für diejenigen, die es wirklich nötig haben, mehr übrig bleiben, wenn diejenigen, die es nicht brauchen, es nicht erhalten würden. Auch da gibt es genug Bezugsschlaumeier.

Karl Künzle, Menzingen

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