Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Leserbrief

Lesermeinungen zu den Wahlen im Kanton Zug

Zu den Kantonalen Gesamterneuerungswahlen vom 7. Oktober

Plakatwälder. Wahlpropaganda-Portraitfluten. Fast unzählige Politiker stellen sich den Wählerinnen vor. Die Mutigen mit Mumm in den Knochen alleine. Andere lieber mit Verstärkung. Notfalls ritterlicher. Diese mit Schöggäli. Jener mit Getreidestängeln. Andere mit Glace, Äpfeln oder Sugus. Den Wahlberechtigten bieten sich im Schlaraffenland der Wahlversprechen Gelegenheiten für frontale Konversationen zwecks Entscheidungshilfe. Persönlich mache ich regen Gebrauch davon, gedenke zudem der bis anhin vollbrachten Heldentaten unserer Politiker. So kann ich am ehesten abschätzen, was mir, uns und unseren Nachkommen auf den Schlachtfeldern der Politik demnächst blühen oder um die Ohren fliegen wird. Mit Sicherheit will ich keine Person im Regierungsrat sehen, welche dort möglicherweise mit dem Stahlbesen die «Iron Lady» gibt und mit Menschen so umspringt, wie mit Marco Brandazza, unter dessen Leitung ich mit dem Chor St. Michael als Gastsängerin sehr schöne Werke erarbeiten und aufführen durfte. So zum Beispiel in der Einsiedler Klosterkirche im Rahmen der Zuger Landeswallfahrt Teile aus Mozarts Krönungsmesse, im Münster zu Freiburg im Breisgau auf Chorreise und natürlich am 28. September 2014 in St. Michael den «Lobgesang» von Felix Mendelssohn Bartholdy anlässlich des 125-jährigen Bestehens des Cäcilienvereins St. Michael Zug. Vom Amt, welches ihr ermöglicht hatte, Marco Brandazza zu vergraulen, ist besagte Kandidatin weitergezogen höheren Zielen zu. St. Michael verlor seinen renommierten und beliebten Chorleiter, Dirigenten und Organisten. Was die «Iron Lady» diesbezüglich hinterliess, komme ich als verbrannte Erde zu bezeichnen nicht umhin. Für mich vielsagend, wenn ein C wie christlich (...) VP-Politikerin am Telefon auf meine Bemerkung, es sei himmeltraurig, wie man bei denen spart, die eh’ schon wenig haben, wie aus der Pistole geschossen erwidert, schliesslich müssten jetzt die Besitzer von Booten auf dem Zugersee neu auch Steuern zahlen. Als neues Mitglied des Regierungsrates kommt für mich daher nur die SP-Kandidatin in Frage. Nicht weil sie eine Frau ist, von Frauenquoten halte ich persönlich nicht viel, sondern weil sie meiner Ansicht nach mitbringt, was ein Regierungsrat intus haben muss. Sie hat sich, meine ich, auch als einzige Wahlkandidatin das Thema Lohngleichheit für Mann und Frau auf die Fahne geschrieben. Ich lasse mich gerne eines Besseren belehren, sollte ich falsch liegen. Auf jeden Fall ist es unrecht, in einem Land wie der Schweiz noch immer für dieselbe Arbeit mehr Lohn zu kriegen als eine Frau, nur weil man(n) zwischen seinen Beinen ein Gemächt spazieren führt. Sollen Töchter und Enkelinnen von uns Wählerinnen und Wählern auch in Zukunft weniger verdienen, bloss weil es bei ihnen in selbiger Körperregion nicht bambelt?

Angela Bibiane Nussbaumer, Baar

Die Massen von Wahlplakat-Reihen entlang unserer Hauptverkehrsachsen sind dämlich und blödsinnig – eine wahre Saumode. Ist diese Ablenkung der Verkehrsteilnehmenden bezüglich Strassenverkehrsgesetz überhaupt zulässig? Es ist zudem pure Energieverschwendung. Man wähnt sich in einem Drittweltland, wo die Menschen mangels Lesekenntnis nur Bilder verstehen. Plakate erhöhen die erhoffte Wahlbeteiligung nicht. Hiesige mündige Bürgerinnen und Bürger wählen Köpfe nach der politischen Ausrichtung, nach der Sympathie des Wesens oder nach dem Leistungsausweis der Kandidierenden, nicht nach ihren Grinden. Dafür reicht der Stapel an Broschüren und Flugblättern via Streuwurf in alle Haushalte vollends.

Ueli Krasser, Hagendorn

Wahlplakate säumen die Strassen, Kandidaten sind omnipräsent und verteilen Luftballone und Äpfel. Kürzlich sind die Wahlcouverts eingetroffen und der Wähler wird mit einer Flut von Kandidierenden konfrontiert. Qual der Wahl? Mitnichten! Wer konsequent bürgerlich wählen und somit unseren erfolgreichen Kanton und unsere Gemeinden weiter konkurrenzfähig und lebenswert halten will, muss entweder die FDP- oder die SVP-Listen einwerfen. Das gleiche gilt für die Exekutiven, speziell für den Regierungsrat. Bei der FDP drängen zwei unverbrauchte, aber erfahrene Polithasen in die Kantonale Exekutive und stehen zusammen mit den beiden etablierten Regierungsräten der SVP für gutbürgerliche Werte ein. Mit grosser Überzeugung gebe ich diesen vier Persönlichkeiten – und ausschliesslich diesen – meine Stimme.

Daniel Gruber, Zug

Die lokalen Klein-/Mittelbetriebe sind ein wichtiges Standbein, im Besonderen als Arbeitgeber und als Lehrbetrieb. In Baar stellt einzig die FDP Gemeinderatskandidaten zur Auswahl, die allesamt KMU vertreten und viele ihrer Kantonsratskandidaten sind selbstständig erwerbend. FDP wählen heisst somit auch, lokale KMU stärken.

Daniel Abt, eidg. dipl. Holzbau-Meister, Kantonsrat FDP, Baar

Vor weniger als einem Monat entschied der Zuger Kantonsrat in erster Lesung, dass künftig alle KMU, auch solche, die Verluste schreiben, eine Mindeststeuer von jährlich zwischen 730 Franken (Gemeinde Baar) bis 820 Franken (Gemeinde Menzingen) zahlen müssen. Zugestimmt haben diesem Antrag die grosse Mehrheit der FDP und zahlreiche andere Mittepolitiker.

Über das Verhalten der FDP, die sich gerne als Wirtschaftspartei bezeichnet, bin ich sehr überrascht. Die Einführung einer solchen Mindeststeuer für kleine und mittlere Handwerkerbetriebe, welche sich knapp über Wasser halten können, ist ein Angriff auf den Mittelstand. Die SVP lehnt dies entschieden ab.

Diese Steuer führt in der Gründungsphase einer Unternehmung (mangels Gewinn) und auch später in Verlustjahren insbesondere bei KMU zu einer starken Belastung. Viele Gesellschaften weisen Verluste bzw. Verlustvorträge aus. Somit hätten sie neben den Verlusten neu auch noch die jährliche hohe Mindestkapitalsteuer von durchschnittlich 760 Franken zu bezahlen. Auch läuft eine Mindest-Kapitalsteuer gegen den nationalen und internationalen Trend zu tieferen Kapitalsteuern bzw. deren Abschaffung (die direkte Bundessteuer kennt keine Kapitalsteuer). Gemäss dem Beschluss des Kantonsrats gelangt die Mindestkapitalsteuer bis zu einem steuerbaren Eigenkapital von rund einer Million Franken zur Anwendung. Damit wären fast alle Gesellschaften im Kanton Zug betroffen und nicht etwa nur eine kleine Minderheit. Geben Sie bei den Wahlen SVP-Kandidaten ihre Stimme, denn diese setzen sich für die lokalen KMU und nicht nur für die grossen Firmen ein.

Thomas Aeschi, Nationalrat SVP, Baar

Wenn wir den abgegebenen Statements der Kandidatinnen und Kandidaten, die ein politisches Amt im Gemeinderat oder im Kantonsrat anstreben, Glauben schenken wollen oder können, wird uns die Zukunft keine unüberwindbaren Sorgen bereiten.

Mit den abgegebenen Versprechungen, Zielsetzungen und den zugestellten Wahlunterlagen, sich für optimale Rahmenbedingungen, Bürgernähe und konstruktive Teamarbeit, Bürokratieabbau, weniger Gebühren, ausgewogene und weitsichtige Finanzpolitik, Wohnen und Arbeiten in Gemeinde und Kanton, optimierte Verkehrsverhältnisse mit gerechter Lastenverteilung, vor allem aber möglichen Spielraum bei Aufträgen und Vergaben zu berücksichtigen, muss es uns selbstständig Erwerbenden nicht Bange werden.

Hoffen wir doch, dass es den gewählten bisherigen zusammen mit den neugewählten Rätinnen und Räten gelingen wird, einige ihrer Versprechen und Zielsetzungen wahr zu machen.

Kaspar Bühler, Rotkreuz

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.