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Lesermeinungen zum Hochhausreglement der Stadt Zug

Zur Abstimmung vom 26. November in der Stadt Zug über das Hochhausreglement

Das Hochhausreglement lenkt den Bau von Hochhäusern in der Stadt Zug in geordnete Bahnen. Das Komitee «Ja zum Hochhausreglement» unterstützt die Vorlage, über die in der Stadt Zug am 26. November abgestimmt wird.

Die Bemühungen um verbindliche Regeln für den Bau von Hochhäusern in der Stadt Zug reichen fast zehn Jahre zurück. Die vom Regierungsrat genehmigte Bauordnung legt bloss fest, dass zwischen den SBB-Geleisen und dem Seeufer keine Hochhäuser erstellt werden dürfen.

Seit 2014 ist in der ganzen Schweiz das neue Raumplanungsgesetz in Kraft. Im Kanton Zug ist dieses mit über 71 Prozent Ja-Stimmen angenommen worden. Es verpflichtet die Kantone zu einer Siedlungsentwicklung nach innen. Die Landschaft und die Landwirtschaft sollen bewahrt und die Bauzonen nicht erweitert werden. Das bedeutet, das im Siedlungsgebiet dichter und höher gebaut werden muss. Der Kanton Zug hat deshalb im Richtplan entsprechende Verdichtungsgebiete festgelegt, darunter auch solche in der Stadt Zug.

Drei Jahre lang hat die Stadt am jetzt zur Abstimmung kommenden Hochhausreglement gearbeitet. Seit März 2016 hat das Parlament die Vorlage beraten. Das vom Grossen Gemeinderat der Stadt Zug am 29. August 2017 beschlossene Reglement ist eine ausgewogene und vernünftige Lösung. Es geht darum, den Bau von Hochhäusern in geregelte Bahnen zu lenken. Das Hochhausreglement definiert, wo Hochhäuser überhaupt zulässig sind und welche klaren Regeln dabei zu befolgen sind. Keine Hochhäuser am See, keine Hochhäuser nahe der Altstadt, keine Hochhäuser am Berg, keine Hochhäuser im Herti-Quartier, all dies schreibt das Hochhausreglement fest.

Das Komitee Ja zum Hochhausreglement unterstützt die klare Definition von drei engen Zonen für Hochhäuser. Damit werden Hochhäuser in den meisten Bereichen der Gemeinde im Gegensatz zur heutigen Rechtslage ausgeschlossen. Das Reglement stellt verbindliche Bestimmungen zur qualitativen Beurteilung von Hochhausprojekten auf, insbesondere bezüglich Städtebau und Architektur sowie Erschliessung und Umwelt.

Ohne Reglement könnte es genau zu jenem Hochhaus-Wildwuchs kommen, den wir alle verhindern wollen. Mit dem Hochhausreglement steht Zug besser da, als ohne eine gesetzliche Regelung, und es wird ein politischer Stillstand vermieden.

Eine Strategie des Stillstandes bedroht aber zuallererst das, was uns Zugern so am Herzen liegt: die Zuger Identität.

Für das Komitee «Ja zum Hochhausreglement»: Hans Hagmann, Zug

Diese Tage sind an die Stimmbürger der Stadt Zug die Abstimmungscouverts der städtischen Urnenabstimmung zum «Reglement über die Erstellung von Hochhäusern – Hochausreglement» zugestellt worden.

Wie sieht ein berufstätiger Architekt aus Zug diese Fragestellung? Dieses Reglement ist für uns Architekten ein sehr dienliches Werkzeug. Darin sind «Spielregeln» definiert, insbesondere, wo, wie hoch gebaut werden darf. Das Bauen in die Höhe ist eine von verschiedenen städtebaulichen Strukturen. Weiterhin können auch andere Bauformen wie z. B. Blockrandbebauungen, Scheibenhäuser oder Einzelbauten geplant und realisiert werden.

Ein Hochhaus muss nicht zwingend bei jeder Neuüberbauung die ideale Baufigur im städtebaulichen Körper sein. Das Hochhaus bleibt auch nach der Annahme der Vorlage eine anspruchsvolle Planungsaufgabe, welche sorgfältig erarbeitet und gestaltet werden muss. Die Stadt lebt vom spannungsvollen Wechsel aus Gassen und Plätzen. An neuralgischen Orten können dank Hochhäusern Freiräume auf Strassenniveau ermöglicht werden.

Ohne Hochhausreglement kann praktisch auf dem ganzen Gebiet der Stadt Zug – auch an wenig sinnvollen und sensibleren Orten (z. B. in Nähe historischer Bauten, am Siedlungsrand etc.) – ein Hochhaus geplant und gebaut werden. Die Hochhauszonen sind unter anderem in Rücksichtnahme auf das Landschaftsbild gewählt (keine Überragung der Silhouette von Albiskette und Zugerberg).

Das Hochhausreglement regelt das Bauen von Hochhäusern parzellenscharf. Dies ist notwendig, damit zukünftig Architekten, Bauherren und Investoren keine falschen Hoffnungen für die Planung eines Hochhauses an einem unpassenden Ort machen. Damit allen Beteiligten klare Spielregeln vorliegen, unterstütze ich diese wichtige Vorlage und bitte Sie, zu Gunsten einer lebenswerten Stadt dasselbe zu tun!

Patrick Röösli, dipl. Architekt FH SIA, Zug

www.

Die Abstimmungsbroschüre zum Hochhausreglement der Stadt Zug gibt es auf: zugerzeitung.ch/bonus

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