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Lesermeinungen zum Hochhausreglement der Stadt Zug

Zur Abstimmung vom 26. November in der Stadt Zug über das Hochhausreglement

Die Diskussion um das Hochhausreglement ist geprägt von ideologischen Grabenkämpfen. Davon halte ich nichts. Zur Abwechslung hier der Versuch einer nüchternen und sachlichen Gegenüberstellung:

Situation heute (ohne HH-Reglement): Hochhäuser sind prinzipiell überall zulässig, ausser zwischen Bahnlinie und See. Es gibt keine maximalen Höhen und keinen maximalen «Footprint». Geregelt und genehmigt wird das jeweils über einen Bebauungsplan.

Situation mit dem neuen Reglement: Hochhäuser können nur noch in den ausgewiesenen Zonen und mit maximalen Höhen gemäss Reglement gebaut werden. Und (!) jedes Hochhaus muss nach wie vor über einen Bebauungsplan genehmigt werden.

Der aufmerksame Leser merkt natürlich, hier wurde stark reduziert. Ja, das stimmt, und zwar auf das Wesentliche. Entscheidend ist der Kern des neuen Reglements, welcher dem heutigen ungeordneten Zustand im Bau von hohen Häusern sinnvolle Leitplanken setzt.

Und gleich noch ein passender Vergleich zum Schluss: Nur weil die Bauordnung Bauordnung heisst, wird auch nicht mehr gebaut – sie gibt lediglich die Leitplanken für geordnetes Bauen vor. Genauso funktioniert das mit dem Hochhausreglement. Darum stimme ich überzeugt Ja.

Christoph Iten, Mitglied CVP-Fraktion GGR Zug, Zug

«Zug wird, wie die ubrigen Zentren auch, weiterwachsen. Wenn schon, dann soll unsere Stadt vor allem qualitativ und im Zentrum wachsen.» Macht Sinn, oder? Ich habe in den vergangenen Tagen am FDP-Stand an der Zuger Messe mit Dutzenden Besuchern gesprochen. Das häufigste Thema war dabei die Bevölkerungszunahme und die damit verbundene Bautätigkeit. Alle wissen, dass sich das Wachstum fortsetzen wird. Uns allen ist es aber wichtig, dass dieses Wachstum qualitativ und kontrolliert stattfindet. Genau dafür benötigen wir das neue Hochhausreglement.

Heute kann grundsätzlich überall ein Hochhaus gebaut werden, was zum bekannten und zu Recht bemängelten Wildwuchs geführt hat. Mit dem neuen Reglement wird genau definiert, wo und wie hoch künftig Hochhäuser gebaut werden dürfen. Damit ist sichergestellt, dass ganz viele Gebiete ab sofort vor Hochhäusern geschützt sind. Und dass unsere Stadt qualitativ und im Zentrum wächst.

Übrigens, der eingangs zitierte Satz stammt von einem der schärfsten Gegner des Hochhausreglements: Urs Bertschi, Präsident der Bau- und Planungskommission («Zuger Zeitung», 1. September 2014). Damals ging es um den Stadttunnel, nun scheint er seine eigenen Worte vergessen zu haben. Er nennt das Reglement einen masslosen Freipass. Doch masslos ist es nicht, weil es mit dem Reglement wenn schon weniger Hochhäuser geben wird, und ein Freipass ist es schon gar nicht, weil auch künftig ein genehmigungspflichtiger Bebauungsplan notwendig ist. Ein Ja zum Hochhausreglement ist somit nicht ein Ja zu mehr Hochhäusern, sondern zu Ordnung statt Wildwuchs.

Patrick Mollet, Präsident FDP Stadt Zug, Zug

Laut FDP (Karen Umbach und Roman Burkard) ist Wohlstand nur mit Wachstum möglich. Gerade an Allerheiligen wird uns aber bewusst, dass Wachstum nur jene Zeit vor dem Sterben ist (ein natürlicher Kreislauf). Wachstum ist nicht immer positiv, denken wir an Krebs. Besonders zynisch finde ich den Spruch: mehr Hochhäuser, mehr Luft. Parteispenden sind anonym, ich weiss also nicht, welcher Investor die FDP-Leute derart antreibt.

Beim Metalli-Aushub wurde viel wertvoller Sand gewonnen. Wie hoch ist wohl der Schaden für Zug, wenn der natürliche Wasserfilter durch ein Zuger Manhattan geopfert wird? Bei Hochhausbauten bekommen sicher keine Zuger Firmen Aufträge. Zwangsläufig erinnert mich das an meine Jugend. Wir mussten die schönen Äpfel verkaufen und uns mit dem Abfall begnügen. Ich bettelte dann scheinbar bei den Mitschülern um Äpfel. Und wenn Philip Brunner sogar befürchtet, die Investoren würden bei Ablehnung eher in Rotkreuz bauen, so geht die Welt nicht unter. In Zug bilden Hochhäuser eine Barriere, welche den Nebel festhält, in Rotkreuz hingegen könnte man die Nase aus dem Nebel strecken.

Tony Stocklin, Steinhausen

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