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Leserstimmen zum Hochhausreglement

Zur Abstimmung vom 26. November in der Stadt Zug über das Hochhausreglement

Die CVP der Stadt Zug sagt mit nur einer einzigen Gegenstimme mit deutlicher Mehrheit klar Ja zum Hochhausreglement. Dies hat seine guten Gründe. Das Reglement definiert, wo in der Stadt überhaupt Hochhäuser zulässig sind und welche harten Regeln beim Bau zu befolgen sind. Neu sind Hochhäuser nur noch in einem sehr kleinen Gebiet zulässig. Ohne Reglement ist dies klar anders, da dürfen nämlich wildwuchsmässig auch zum Beispiel im Hertiquartier Hochhäuser aufgestellt werden. Und diese Hochhäuser können deutlich über 80 Meter hoch sein. Mit dem neuen Reglement aber wird die Obergrenze klar definiert: 30 bis 60 Meter hoch. 80 Meter nur in Situationen, wo im Erdgeschoss ein Mehrwert für die Allgemeinheit entsteht und das Gebäude auch in das Stadtbild passt. Also nicht Türme nebeneinander, wie in den Flyern der Gegner frisch fantasiert wird.

Die CVP ist deshalb nicht einverstanden mit der Schwindelei und Angstmacherei der Gegner des Reglements. Das Gerede von flächendeckenden Hochhausteppichen ist ebenso falsch wie die Grafiken mit endlos vielen roten und schwarzen Türmen. Solche Horrorszenarien drohen eher, wenn wir kein Hochhausreglement haben. Ein Reglement reglementiert und das haben wir heute nicht, also brauchen wir es.

Tatsache ist, dass ohne Reglement Hochhäuser weiterhin auf dem ganzen Stadtgebiet gebaut werden könnten. Ausnahme bildet lediglich die Zone zwischen den SBB-Geleisen und dem Seeufer. Das kann nicht in unserem Interesse sein. Das Ziel heisst Ordnung statt Wildwuchs! Die CVP der Stadt Zug empfiehlt deshalb ein überzeugtes Ja zum Hochhausreglement und ermuntert die Leser, abstimmen zu gehen, denn es darf nicht sein, dass Schwindelei bei uns in der Stadt Oberhand bekommt. Für uns Zuger, Ja zum Hochhausreglement.

Benny Elsener, Gemeinderat und Fraktionspräsident CVP, Zug

Die Linken wollen uns weismachen, dass in Hochhäusern nur Luxuswohnungen Platz finden. Das ist mit Verlaub Unsinn! Wenn unsere Stadt auch in Zukunft attraktiv und lebenswert bleiben soll, reicht es nicht, die Altstadt herauszuputzen und mit dem Pannerherr Kolin gegen Hochhäuser ins Feld zu ziehen. Lebenswert ist eine belebte Stadt, eine Stadt, in der gearbeitet und gewohnt wird, eine Stadt, in der es für den Mittelstand erschwingliche Wohnungen gibt, und eine Stadt, die über grosszügige Grünflächen verfügt. Das alles ist mit hohen Gebäuden möglich. Noch in den 1960er- und 1970er-Jahren sah man dies übrigens in vielen Schweizer Städten so, bevor der Autoboom das Wohnen «im Grünen» populär machte. In Zug allein stammen rund 50 hohe Bauten aus dieser hochhausfreundlichen Zeit. Mit ihnen hat nie jemand ein Problem gehabt, und sie sind wegen der günstigen Mieten noch heute beliebt. Mit dem Schreckgespenst «Park Tower» versuchen die Gegner des Reglements Hochhäuser als Wohnform der «Reichen» zu verunglimpfen. Mit Blick auf die Geschichte des Hochhausbaus ist dies allerdings ein schlechtes Neidargument. Wohnen und Arbeit rücken wieder zusammen, nicht zuletzt dank neuer digitaler Produktionsformen. Dieser Entwicklung muss der Wohnungsbau mit zukunftsorientierten Projekten Rechnung tragen. Diese neuen Wohnbauten werden nicht unbedingt Türme sein, aber es wird sich in jedem Fall um Hochhäuser handeln. Damit diese Möglichkeit offenbleibt, bitte ich alle um ein Ja am 26. November! Und bitte abstimmen gehen!

Eliane Birchmeier, FDP, Mitglied GGR und GPK, Zug

Angesichts der vielen Meldungen über den Abbau oder die Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland wirft der Umzug der Pharmafirma Astra-Zeneca von Zug nach Baar keine grossen Wellen. Das Unternehmen bleibt ja dem Kanton erhalten, und vielleicht wird sogar noch Personal eingestellt. Trotzdem ist der Vorgang ein Warnsignal für die Stadt. Wenn es hier nicht mehr möglich ist, für interessierte Firmen die nötigen Flächen zu einem vernünftigen Preis bereitzustellen, weichen die Unternehmen eben aus. Auch der Boom in Risch-Rotkreuz ist ein Zeichen, dass die Stadt Zug an Attraktivität eingebüsst hat. Nicht nur die Preise, sondern auch die langen Planungsverfahren und die politischen Risiken schrecken Investoren ab. Ohne den Wachstumsmotor der Stadt geht aber längerfristig die Rechnung mit dem Finanzausgleich und den Zentrumslasten nicht mehr auf. Aus diesem Grund ist es strategisch wichtig, dass sich die Stadt auch weiterhin massvoll entwickeln kann. Niemand, und zuletzt ich, will in Zug ein kleines Hongkong! Aber grössere Projekte mit mehr als 30 Meter Höhe müssen in den ausgewiesenen Hochhauszonen an der Baarerstrasse möglich sein. Deshalb sage ich am 26. November Ja zum vernünftigen Hochhausreglement. Denn ein Nein würde von den linken Verhinderern politisch nicht als Absage ans Reglement, sondern als Bauverbot ausgelegt!

Manfred Pircher Gemeinderat SVP und Mitglied der BPK

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