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Linden-Schicksal bewegt

«‹Marien-Linde› bekommt Gnadenfrist», Ausgabe vom 2. Mai
Hedy Hammer, Kehrsiten

Nidwalden hat eine lange Tradition mit Marien-Wallfahrtsorten. Ich erinnere nur an Maria Rick- enbach, Maria Wiesenberg oder die Kapelle «Maria zum Schnee» ob Stans. Auch die Kapelle «Maria in Linden» in Kehrsiten gehört dazu. Die Einweihung der Skulptur im September 2016 zeigte eindrücklich, wie eine dörfliche Gemeinschaft gewillt ist, dieses religiöse und kulturelle Gut zu pflegen. Die alte Linde musste 2013 aus Sicherheitsgründen gefällt werden und lebt seither in der Skulptur weiter. Und auch der Ableger der alten Linde wächst heran und lässt die Erinnerung an die Marienerscheinung von 1612 nicht sterben.

Für manche Menschen mögen Linden einfach ein Stück Holz sein, für die Kehrsiter Bevölkerung bedeutet die Linde ein Stück Dorfseele, wozu sie Sorge tragen. Dafür sei ihnen gedankt. Die Kapelle «Maria in Linden» ist für Menschen aus der näheren und weiteren Umgebung zu einem Gnadenort geworden, den sie mit ihren Bitten und Anliegen aufsuchen.

Darum hoffe ich, dass die Linde von 1612 noch viele Jahre in der Skulptur und in der neuen alten Linde neben der Kapelle weiterleben wird.

Klaus Odermatt-Prader, Dallenwil

Ich höre noch das Ächzen als du gefällt wurdest. Wir fielen uns in die Arme und weinten. Die mächtige, 200-Jahre alte Linde lag am Boden. Ein so wichtiger Baum für Kehrsiten, für die Geschichte unseres Kantons und für unseren Glauben. Du wurdest abtransportiert und hast uns gerufen! Wir konnten dich retten und zurückbringen. Du durftest mit Hilfe von vielen Spenden wieder auferstehen und über uns wachen, begleitet von deiner kleinen Tochter, dem jungen Lindenbaum, der nun an deiner Stelle wächst. Danke.

Wer diese Momente miterlebt hat, versteht nicht, wie sich ein Verband oder Künstler erdreisten kann, die ach so schöne Landschaft über unsere Marien-Linde zu stellen. Darf das sein? Ich finde nein. Unsere Landschaft ist wichtig. Aber da passt die Skulptur bestens dazu. Wir wollen die Marien-Linde und ihre Tochter in unserem Dorf, neben unserer Kapelle haben und uns täglich an ihnen erfreuen!

Hedy Hammer, Kehrsiten

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