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Lobenswerter Ansatz – aber am falschen Ort gespart

Zur gemeindlichen Abstimmung vom 4. März über die Schliessung der Schule Finstersee.

Am öffentlichen Podium in Menzingen Ende Januar wurde Gemeindepräsident Peter Dittli gefragt, welche Nutzung für das Schulhaus Finstersee vor­gesehen sei, sollte die Schule geschlossen werden.

Die Antwort darauf: Sollte Menzingen an der Urnen­abstimmung vom 4. März entscheiden, dass die Schule Finstersee geschlossen wird, was im Sommer 2019 umgesetzt würde, dann blieben dem Gemeinderat eineinhalb Jahre Zeit, eine neue Nutzung zu finden. Diese soll für das Dorf Finstersee identitätsstiftend sein und selbstverständlich unter Mitwirkung der Finsterseer und Finsterseerinnen entwickelt werden, so die Aussage des Gemeindeprä­sidenten.

Ich überlege hin und über­lege her, was es da alles für Nutzungsmöglichkeiten gäbe, welche für das Dorf in Zukunft identitätsstiftend sein könnten. Und überlege weiter und weiter. Entwickle Visionen und halbe Konzepte und komme dann auf den Punkt. Was brauchen die Finsterseer in ihrem Schulhaus in der Dorfmitte, was wollen sie, was ist ihnen wichtig? Wie die nach langem Ausschweifen neu gebündelten Gedanken aussehen, ist nicht schwer zu erraten. Auf den Punkt gebracht. Eben!

Grad ist die Fasnacht vorbei, und Menzingen braucht kein mehrjähriges Narrenspiel. Sagen wir Nein zur Schliessung der Schule Finstersee. Damit niemand in den nächsten eineinhalb Jahren krampfhaft die neuen identitätsstiftenden Nutzungsmöglichkeiten für das Schulhaus Finstersee suchen muss.

Marianne Aepli, Menzingen

Der Gemeinderat Menzingen will sparen! Mal ein lobenswerter Vorsatz! Mit der Schliessung der Schule Finstersee sollen so in etwa 1,7 Millionen Franken eingespart werden. Wie ist das zu verstehen? Das Schulhaus wird geschlossen und dann abgebrochen? Oder einfach sich selbst überlassen? Oder wird das Gebäude verkauft? Wird allenfalls eine Umnutzung in ein Asylzentrum ins Auge gefasst? Aber dann müsste doch auch saniert werden? Der Gemeinderat weiss doch so gut wie jeder Hausbesitzer auch: Liegenschaften müssen unterhalten werden, das kostet meistens mehr als die Fassadenrenovation beim Sportplatzgebäude! Also realistisch gesehen muss das Schulhaus Finstersee eh irgendwann saniert werden, mit oder ohne Schliessung der Schule! Wo ist da der Spareffekt? In Anbetracht der Investition der Gemeinde Menzingen in den grössten, schönsten und modernsten Werkhof auf der Alpennordseite und Umgebung muss doch die Liegenschaft in Finstersee zu unterhalten sein! Wobei ja die Sanierung eh nicht dringlich ist. Die Bausubstanz des Schulhauses ist gut und hat schon manchen Sturm überlebt, (im Gegensatz zur Ochsenmatt 2)! Ein Umbau nach heutigen Mode-Standards ist nicht nötig! Die Schülerzahlen in Finstersee könnten auch erhöht werden, z. B. mit 5 Klassen, das wäre ein Sparvorschlag. Es gab Zeiten hier mit 7 Klassen, 40 Schülern und einer Lehrperson! Ich behaupte mal, die lernten damals eher mehr Wesentliches als heute, oder nicht? Fakt ist, mit der Schliessung der Schule Finstersee wird die Gemeindekasse nicht entlastet. Dass diese Zwängerei zum Wohle der Kinder sein soll, ist schlecht nachvollziehbar. Darum bitte ich um Ihr Nein zur Schliessung der Schule Finstersee.

Esther Hegglin, Finstersee

Von 2007 bis 2011 besuchte ich die Schule Finstersee von der 1. bis zur 4. Klasse. Ich habe nur von dieser Schule profitiert. In der 1. Klasse konnte ich vieles von den älteren Kindern abschauen und lernen, aber ich konnte sie auch um Hilfe bitten. Und in der 3. und 4. Klasse war man das Vorbild für die Kleinen und lernte schon früh, Verantwortung zu übernehmen. Es war für mich sehr toll, dass man mit mehreren verschiedenen Jahrgängen in die Schule ging. So kenne ich bis heute fast alle in Finstersee. Durch diese Schule bleibt das Dorf lebendig. Die Eltern sehen sich bei Gesprächsabenden und anderen Schulanlässen. Die Kinder spielen nach der Schule noch miteinander. Wir konnten bei Freunden essen, falls man mal nicht zu Hause essen konnte. Auch bei anderen Problemen war auch immer Hilfe im Dörfli vor Ort. So kann ich sagen, dass ich nur von dieser Schule profitiert habe und es sehr schade wäre, die Schule Finstersee zu schliessen. Momentan besuche ich die Fachmittelschule in Zug im zweiten Semester.

Angelika Staub, Finstersee

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