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Luzern: «Für die Velofahrer gibt es sichere Fahrradstreifen»

«Neuer Anlauf für Velos am Quai», Ausgabe vom 28. September
Menga Bühler, Hochdorf

Offenbar haben Christian Hochstrasser und seine Mitunterzeichner den Quai noch nie an einem schönen Tag zu Fuss begangen. Sonst wüssten sie, wie gefährlich und unangenehm das zu Recht verbotene Befahren dieser Seepromenade ist. Auch haben sie noch nie einen Unfall zwischen Fussgänger und Velo gesehen, sonst wüssten sie, welche gravierenden Folgen ein solcher hat.

Was mich auch stutzig macht: Die Zuwiderhandlung wird lediglich mit 30 Franken Busse geahndet. Wenn ich auf einem Parkplatz – für den ich satte 2 Franken bezahlt habe – einige Minuten zu lange stehe, kostet das 40 Franken. Obwohl ich niemanden damit gefährde. Mich würde interessieren, wie oft die Polizei auf dem Quai überhaupt präsent ist – ich treffe mich oft mit Freunden zu einem Marsch vom Bahnhof bis zur Hermitage. Noch nie habe ich eine Polizeikontrolle erlebt. Auch nicht sonntags, wenn der Quai dicht begangen ist. Und von rücksichts- und gedanken­losen Velofahrern befahren.

Fussgänger aufgepasst! Die letzten Jahre ist alles unternommen worden, um Autos aus der Stadt zu vertreiben. Nun sind offenbar die Fussgänger an der Reihe. SP und Grüne wollen jetzt noch die letzte ruhige Meile für Fussgänger als Rennstrecke für Radfahrer freigeben. Sie sind offenbar noch nie an schönen Tagen am Quai entlangspaziert. Sonst würden sie nicht behaupten, weiter Richtung Verkehrshaus seien nur noch wenige Leute unterwegs. Nur SP und Grüne glauben, dass sich Velofahrer ans Schritttempo halten und den Fussgängern den Vortritt lassen. Die ganze Haldenstrasse entlang wurde den Velofahrern ein Radweg geschenkt, bezahlt von Steuerzahlern und Autofahrern. Es wäre nun an der Zeit, dass die Radfahrer auch einen finanziellen Beitrag leisten.

Es ist schlichtweg skandalös, dass links-grüne Kreise Fussgänger-Flanierzonen für den Veloverkehr freigeben wollen. Für diese Leute sind die Fussgänger (also Eltern, Kinder, alte Leute) eine Quantité négli­geable. Man muss sich schon fragen, ob in dieser Stadt der Fussgänger zum Freiwild degradiert wird und ob er sich noch problemlos und unbeschwert bewegen darf. Die Velolobby beruft sich stets auf andere Städte. In Münster, einer der velofreundlichsten Städte in Deutschland, gibt es weiträumige Fussgängerzonen mit striktem Fahrverbot, und wehe, wenn sich dort einer nicht an das Verbot hält. Dort herrscht keine Laissez-faire-Mentalität wie bei uns. Übrigens: Die Radfahrer sollen sich im Schritttempo bewegen. Aber dann können die Fahrer ja gleich absteigen.

Wenn Velofahrer und Fussgänger auf einer oft stark frequentierten Flaniermeile den Raum künftig teilen müssen, sind wohl erhebliche Zielkonflikte programmiert. Es fragt sich auf der einen Seite, ob eine Verkehrspolitik, wie sie den Grünen und der SP vorschwebt, bei den Bürgerinnen und Bürgern überhaupt mehrheitsfähig ist. Auf der anderen Seite gibt es bei Schäden erhebliche rechtliche Bedenken, was die Haftung bei Kollisionen betrifft. Wenn Fahrräder mit Fussgängern dieselbe Verkehrsebene teilen, dann hat der Fussgänger definitiv schlechtere Karten. Dennoch sind die beiden haftpflichtrechtlich gleichgestellt. Ist bei einem Unfall mit Verletzten der Velofahrer nicht haftpflichtversichert, wird das für die Betroffenen schnell sehr teuer und kompliziert. Macht sich der Zweiradfahrer aus dem Staub, bleibt der Fussgänger auf dem Schaden sitzen. Abschliessend muss man feststellen: Diese Durchmischung passt einfach nicht. Die Trennung der Verkehrsebenen hat sich bewährt.

Als Geh- und Hörbehinderter bitte ich die Postulanten um Rückzug ihres Postulates. Ein Spaziergang am Quai ist ein echtes Vergnügen. Ich wünsche für alle Flanierenden an diesem wunderschönen Uferstreifen, dass es so bleibt. Die Velos haben hier keinen Platz. Sie sind eine Gefahr für die Fussgänger. Für die Velofahrer gibt es Fahrradstreifen und gepflegte, sichere Velowege für ihre Fahrten in die Stadt und aus der Stadt auf der Haldenstrasse und der Seeburgstrasse.

Menga Bühler, HochdorfViktor Rotthoff, RothenburgRoland Grüter, LuzernDaniel Keller, Kantonsrat SVP, UdligenswilJosef Rogger, Luzern

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