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Luzern: Je eher man über das Projekt Metro nachdenkt, desto klüger

«Cars sollen auf die Allmend», Ausgabe vom 8. März
Walter Albrecht, Luzern

Allmend gut, alles gut? Ist die neue Studie wirklich nutzbringend? Die Ergebnisse der Interface-Studie, die versprach, alle Vorschläge zur Frage der Carparkplätze und der Verkehrssituation in der Innenstadt genau anzuschauen, wirft eine Anzahl Fragen auf. Über diese sollte breit diskutiert werden. Ist es sinnvoll, die noch grüne Allmend mit Carparkplätzen und allfälligen Auto-Parkhäusern massiv zu verkleinern? Wo halten die Fernbusse? Reichen die Kapazitäten und Frequenzen der Zentralbahn auch in Stosszeiten für die Bewältigung einer massiv höheren Passagierzahl, zum Teil mit Koffern? Wie sieht es im Umfeld Bahnhof Ostseite aus, wenn sich die Touristen Richtung See, zu den Schiffsstationen, zur Kapellbrücke oder zum Schwanenplatz aufmachen? Das jetzt schon oft bestehende Chaos bei den Fussgängerüberquerungen wäre noch grösser. Auch die Seebrücke ist häufig für Fussgänger im «Stossverkehrsmodus», umso mehr, wenn die obligatorischen Selfies und Stadtansichten geknipst werden müssen. Als «Zückerchen» ist die wenig überzeugende Möglichkeit des Parkhauses Musegg erwähnt, allerdings mit nur noch wenig Carparkplätzen und einigen Auto-Parkplätzen, somit nicht rentabel zu betreiben. Das andere «Zückerchen», das neue Parkhaus Schweizerhofquai, belässt den Verkehr gar im Zentrum und erhöht somit die Verkehrsdichte in der Innenstadt – schlicht unvernünftig!

Die Metro wurde offensichtlich gar nicht mehr detailliert angeschaut. Ein sorgfältiger Austausch mit dem erfolgreichen Beispiel in der bevölkerungsmässig vergleichbaren Region Lausanne ist kein Thema mehr: Zu teuer, lautet der Tenor der Studie und aus dem Stadthaus. Was, wenn das Parkhaus Musegg abgelehnt wird? Die Zeit läuft unerbittlich. Je früher man wirklich ernsthaft auf das Projekt Metro mit dem Parkhaus Reussegg für rund 170 Cars, 1000 Parkplätzen fürs Kantonsspital und ebenso vielen für Stadtbesucher zurück- kommt, desto klüger. Es ist die wirklich zukunftsgerichtete Lösung und deshalb auch nicht zu teuer.

Walter Albrecht, Luzern

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