Luzern: Was es statt des Tiefbahnhofs braucht

«Kabinettstück oder Kollaps», Ausgabe vom 1. Februar
Martin D. Simmen, Luzern, Vorstandsmitglied Verein Bahndreieck Luzern Nord

Ständerat Hans Wicki, Präsident des Zentralschweizer Komitees für den Durchgangsbahnhof, wirbt für einen geeinten Kampf für das Tiefbahnhof-Projekt. Er stösst sich daran, dass trotz «offizieller Einigkeit» noch immer Stimmen nach Alternativen rufen würden, und warnt, dass ohne Einigkeit der Bund den Durchgangsbahnhof nach hinten schieben würde. Ist denn dies nicht schon längst geschehen? Der Tiefbahnhof kommt nicht in den Ausbauschritt 2035. Sollte er es denn tatsächlich in den Ausbauschritt 2045 schaffen, so würde er bei einer offiziell prognostizierten Bauzeit von 15 Jahren frühestens im Jahr 2060 stehen. Doch auch das ist äusserst unwahrscheinlich. Denn der Tiefbahnhof wird mit seinem miserablen Kosten-Nutzen-Verhältnis auch in 40 Jahren nicht besser dastehen als heute.

Dies müsste Ständerat Wicki bestens bekannt sein. Und es müsste ihm eigentlich Verpflichtung sein, nicht dem verlorenen Glück hinterherzueilen, sondern sich für eine realistische Eisenbahn-Lösung zum Nutzen der Zentralschweiz starkzumachen. Herr Wicki kennt unsere Alternative. Sie ist besser, kostet einen Drittel und ist kurzfristig zu realisieren.

Martin D. Simmen, Luzern, Vorstandsmitglied Verein Bahndreieck Luzern Nord

Kürzlich fuhr ich mit meinem Sohn, der kurz vor der Autoprüfung steht, über den neuen und weitverzweigten Seetalplatz. Wir nahmen die Autobahn durch den Reussporttunnel und Sonnenbergtunnel bis zur Ausfahrt Horw. Am Sonntag fliesst der Verkehr, anders sieht es aber unter der Woche beim Berufsverkehr aus. Das Verkehrskonzept des Bundes für den Bypass und die Spange Nord lehnen wir aber ab, da die Erschliessung der Stadt einwandfrei ist. Wir tendieren stattdessen andernorts auf Verkehrsentlastung: Es braucht die Umfahrung Wolhusen mit einer Erschliessung und Erweiterung der T 10. So ermöglichen wir in dieser wichtigen Region zusätzliche Arbeitsplätze und verhindern die Abwanderung. Für die Region Luzern schlagen wir eine Metro-Variante mit der Schmalspurbahn Zentralbahn plus vor, statt eines überteuerten Tiefbahnhofs der SBB.

Ruedi Schweizer, Transparente Politik Stadt Luzern

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