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Luzerner Journalisten, die in Zürich Erfolg fanden

«Der grosse Chlapf bei den LNN»,«Zentralschweiz am Sonntag» vom 3. Dezember
Erich Heini, Luzern

Der Aufstand bei den LNN von 1980 hatte den im Artikel wenig berücksichtigten Nebeneffekt, dass anderen Zeitungsredaktionen ausserhalb Luzerns und insbesondere dem «Tages-Anzeiger» einige von Jürg Tobler sehr gut ausgebildete Journalisten «gratis» und gerne zuliefen. Vom «Vaterland» verschob sich kaum jemand nach Zürich, und das liberale «Luzerner Tagblatt» verfügte nur über eine dünne redaktionelle Decke. Die grosse Zahl innerschweizerischer Spitzenjournalisten in Zürich war allerdings schon vor 1980 auffallend. Dabei kommt mir zuallererst der eigentliche Erschaffer des «Tages-Anzeigers» als respektierte, linksliberale und überregional einflussreiche Zeitung, Walter Stutzer, in den Sinn. In seinem Kielwasser entwickelten sich ein weiterer Luzerner, Peter Studer, und der Zuger Viktor Schlumpf (2013 verstorben) zu Chefredaktoren, die wertvolle Spuren hinterliessen. Der ebenso hochbarocke wie hoch professionelle Karl Lüönd aus Flüelen prägt die Zürcher Journalisten-und Publizistenszene seit bald 50 Jahren stark. Auch Andreas Z’Graggen, als Bürger von Flüelen, in Luzern aufgewachsen, sowie der Zuger Peter Bohnenblust ragten in der Zürcher Medienszene heraus. Auch Basler «schlugen» in Zürich ein. Insbesondere bei der NZZ. Und wurden dabei meines Wissens ausschliesslich von den «Basler Nachrichten» (BN) eingekauft (die dadurch fortwährend geschwächt wurden) – schon vor deren Beerdigung im Jahre 1977. Dabei kommt einem selbstverständlich zuerst Hansjörg Abt in den Sinn, der die Unternehmensberichterstattung und -kommentierung, insbesondere für die Branchen Chemie/Pharma, Maschinen/Elektro und Uhren in eine seit seinem Wegtreten nicht mehr erreichte Höhe schraubte. Auch die beiden Zürcher, Willy Linder (im Jahre 2000 verstorben) und Willy Zeller, verdienten ihre Sporen bei den BN ab. Bevor sie später beide die Leitung der NZZ-Wirtschafts­redaktion übernahmen.

P.S. Was auch nicht unterschlagen werden sollte: Gemäss verläss­licher Quelle müssen die LNN zur fraglichen Zeit hoch defizitär gewesen sein. Sie litten stark unter der sehr erfolgreichen Inseratekombination von «Vaterland» und «Luzerner Tagblatt».

Erich Heini, Luzern

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