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Leserbrief

Luzerner Kleinbauern sind hoch verschuldet

«Bauern geniessen Steuerprivilegien», Ausgabe vom 19. Oktober

Dieser verallgemeinernde Titel ist für Vollerwerbsbauern starker Tabak. Begünstigt von gehabten und neuen Steuerprivilegien sind hauptsächlich Nebenerwerbs- und Hobby-Bauern, die nicht von ihrem landwirtschaftlichen Einkommen leben müssen.

Geplagt von Einkommensnöten und massiver Überschuldung leidet aber die Vollerwerbs-Landwirtschaft. Laut Veröffentlichung der Kantonalen Landwirtschaftlichen Kreditkasse des Kantons Luzern sind die im Schnitt mit etwas über 16 Hektaren begüterten Bauernbetrieb(li) mit mehr als 50000 Franken pro Hektar verschuldet. Also beinahe doppelt so hoch wie die Landwirtschaft in allen anderen Schweizer Kantonen. Da Politiker der freien Marktwirtschaft den Vollerwerbsbauern noch mehr Wettbewerb aufdrängend, dieser verfehlten Steuerpolitik jedoch zustimmten, möchte ich folgende Aufforderung an sie ergehen lassen: Sie sollten die Steuererhebung zweiteilig gestalten, in Einkommen rein aus der Landwirtschaft und Nebeneinkommen. In den dannzumaligen Steuererträgen würde sich schnell die unfaire Einkommens-Ungleichheit zeigen, nicht zuletzt auch wegen der absurden Extensivierungs-Förderung von Bund und Kanton. Dann hiesse es: Hohe Direktzahlungs-Ausrichtung an wertlose Extensität umlagern auf gesunde Produktivität. Danach dürfte von nachhaltigen Arbeitsplätzen die Rede sein.

Werner Schlumpf, Meggen

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