Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Machtlose Politik, Staat als unzuverlässiger Arbeitgeber

«Ihnen ist das Lachen vergangen», Ausgabe vom 31. März
Irma von Moos Bieri,

Seit bald 27 Jahren bin ich im Kanton Luzern wohnhaft, und noch nie wurden meine Interessen als Mutter von zwei Teenagern, als Heilpädagogin, als Mieterin und Steuerzahlerin so schlecht von einem Regierungsrat vertreten wie in der aktuellen Legislatur. Jeden Herbst tauchen die abstrusesten Sparvorschläge auf (verordnete dritte Herbstferienwoche an Mittelschulen, Erhöhung der Musikschulbeiträge, Erhöhung der Arbeitszeit auf unbestimmte Zeit). Als Heilpädagogin in der integrativen Sonderschulung und in der integrativen Förderung bin ich eine gefragte Berufsfrau.

Doch in diesem Teilzeit­bereich sind unsere Lektionen jährlichen Schwankungen unterworfen, die kaum vorhersehbar sind. Alles in allem ist der Kanton für mich kein verlässlicher Arbeitgeber mehr, und ich habe das Vertrauen in die Politik verloren. Zurzeit bleibt mir, wie vielen anderen Lehrpersonen, nichts anderes übrig, als die misslungene Steuerstrategie der Luzerner Regierung auszubaden.

Irma von Moos Bieri, Malters

Unter dem Titel «Böses Erwachen» blickt diese Zeitung am 31. März zurück auf zehn Jahre Finanzkrise. Tatsache ist, dass diese Finanzkrise nur die Folgekrise der Internetblase war. Man muss kein Prophet sein, um zu erkennen, dass die nächste grosse Krise vor der Tür steht. Denn mit Gelddrucken wird man die Probleme nicht lösen. Und auch mit undemokratischen Wirtschaftstheorien nicht. Es ist kein Zufall, dass nach 25 Jahren Deregulierung, Pri­vatisierung und Globalisierung in der gleichen Ausgabe eine Luzerner Regierung porträtiert wird, «der das Lachen vergangen» ist. Zu lange wollte niemand wahrhaben, dass wir im Begriff sind, die Machtmittel der direkten Demokratie weg von der Politik in die Hände von Herrn Markt und Frau Wirtschaft zu legen. Der nächste grosse Schritt steht noch an: Private Internetwährungen sollen unseren demokratischen Schweizer Franken ersetzen. Gut, gibt es die Idee von Vollgeld. Nehmen wir die Vollgeld­initia­tive an, finden wir Schritt für Schritt zurück zu einer direkt- demokratisch kontrollierten sozialen Marktwirtschaft, wie wir sie einmal hatten.

Ivo Muri, Unternehmer und Zeitforscher, Sursee

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.