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Man will offenbar ein schlechteres System durchboxen

«Kollegischüler protestieren», Ausgabe vom 24. September
Dietmar und Florina Bretscher, Buochs
Ein Schülerplakat mit klarer Ansage. Bild: Matthias Piazza

Ein Schülerplakat mit klarer Ansage. Bild: Matthias Piazza

Das Kollegi Stans verfügt bereits jetzt über Fachzimmer für Physik, Chemie, Biologie, Musik, bildnerisches Gestalten und so weiter. Diese werden auch nicht in Frage gestellt. Es geht um die Einführung von Fachzimmern für Sprachen und Mathematik. Und da fragen wir uns schon, wo der Sinn liegt.

Rektor Patrik Eigenmann begründet die Einführung mit «moderneren und vielseitigeren Unterrichtsmethoden wie zum Beispiel arbeiten mit Notebooks». Ein Notebook kann doch überall eingesetzt werden, auch ohne Fachzimmer. Zudem gebe es zusätzliche 150 Arbeitsplätze für die Schüler, aber wofür? Jetzt hat ja jeder Schüler in seinem Klassenzimmer einen Arbeitsplatz. Und was würde das alles kosten?

Bis jetzt hat die Schulleitung leider jede Art von Diskussion abgeklemmt. Auch eine Elterndelegation wurde nur eher widerwillig empfangen und nicht wirklich ernst genommen. Bereits bei der letzten Schülervollversammlung wurden unzählige Argumente gegen die neuen Fachzimmer aufgeführt. All dies prallt aber scheinbar an der Schulleitung ab. Daher auch die Wut der Schüler und die Protestaktion.

Über Streik und Besprechungen zwischen Schüler und Rektorat bin ich nicht im Bild, trotzdem gibt es einige Punkte, die aus meiner Sicht geklärt werden sollten. Fachzimmer, zum Beispiel für Geografie, Chemie, Physik, gibt es seit Jahren im Kollegi Stans. Es geht lediglich um die Lektionen, die ohne spezielle Einrichtung gehalten werden können (zum Beispiel Deutsch, Französisch, Englisch, Mathematik). Für die gleiche Klasse finden diese im Kollegi im Klassenzimmer statt. So verbringen Schüler viel Zeit im gleichen Raum, was förderlich für den Klassenzusammenhalt ist. Sie können dort Hausaufgaben über den Mittag machen und sparen sich sowohl mühsame Klassenwechsel als auch Holen und Bringen von Schulmaterial zu Schränken. Dies macht besonders im Kollegi in alten verwinkelten Gebäuden viel Sinn – im Vergleich zur Kantonsschule Obwalden in neuen Gebäuden mit sehr breiten Gängen.

Dieses bewährte System möchte das Rektorat – ich kann mir nicht vorstellen, dass die ganze Lehrerschaft die Pläne unterstützt – nun ändern. Mit welchen Argumenten?

– Pädagogische Vorteile: Bis jetzt habe ich immer gedacht, dass die Qualität der Lehrpersonen, die Beziehung zu den Schülern und die Motivation Motor für die Bildung sind.

– Einsatz von Notebooks: Diese können in Fach- oder Klassenzimmern genauso gut eingesetzt werden und sind kein Argument.

Warum wird der einzige klare Vorteil nicht erwähnt? Viele Lehrer müssten durch den Systemwechsel nicht mehr von einem Klassenzimmer zum andern wechseln, dafür müssen plötzlich Hunderte von Schülern während jeder Pause pilgern: wie effizient. Trotz Schönrederei seitens Schulleitung werde ich den Eindruck nicht los, dass das Rektorat eine sehr gut funktionierende und pädagogisch sinnvolle Lösung gegen ein klar schlechteres System durchboxen will.

Daniel Daucourt, Oberdorf

Dietmar und Florina Bretscher, Buochs

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