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Leserbrief

Massiv geschönte Zahlen über Erwerbslose in der Schweiz

«Direkt aus Bern: Die unwahre Quote», Ausgabe vom 15. September

Nationalrat Franz Grüter weist auf einen Missstand in der Publikation von arbeitsmarktrelevanten Daten hin. Die monatlich publizierten Zahlen über die Arbeitslosigkeit in der Schweiz sind nämlich massiv geschönt.

Es werden nur diejenigen Arbeitslosen gezählt, welche auf einem RAV Unterstützung beziehen. 2017 sind monatlich im Durchschnitt 3279 Arbeitswillige, und zwar 1726 Schweizer und 1553 Ausländer ausgesteuert worden, erscheinen also in den Arbeitslosenzahlen des Staatssekretariates für Wirtschaft nicht mehr. Im Durchschnitt der letzten Jahre fanden effektiv zwischen 230000 und 250000 Arbeitswillige keine Stelle mehr.

Das sind 5,3 Prozent der rund 4,5 Millionen Vollzeit-Arbeitsstellen.

Damit liegen wir über den Zahlen in den USA, Deutschland oder Grossbritannien, welche ihre Erwerbslosen nach den internationalen ILO-Standards erheben. Was besonders zu denken geben sollte: Von diesen Stellensuchenden sind im Durchschnitt 3,8 Prozent Schweizer und 8 bis 10 Prozent Ausländer. Das zeigt einmal mehr, dass von den Zugewanderten nur eine Minderheit Fachkräfte sind, die wir brauchen.

Die publizierte Arbeitslosenstatistik, die zurzeit 2,4 Prozent Arbeitslose ausweist, gibt einen Zustand einer heilen Welt auf dem schweizerischen Arbeitsmarkt vor, den es nicht gibt. Wenn dann diese Statistik noch mit jenen von der OECD publizierten Daten von europäischen Ländern und den USA verglichen werden, ist das eine inakzeptable Lüge gegenüber dem Schweizer Volk.

Die in diesem Leserbrief genannten Zahlen sind ausnahmslos den Erhebungen des Bundesamts für Statistik (BFS) entnommen.

Herrn Grüter wünsche ich Beharrlichkeit mit seinem Vorstoss und Ehrlichkeit in der Berichterstattung über eine derart viel beachtete, monatlich veröffentlichte Erhebung.

Erich Züllig, Baar

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